Mindset: Stärke dein Geburts-Mindset mit diesen 3 Tipps

In dieser Podcastepisode gehen wir ausführlich auf das Thema Mindset ein. Wir sprechen darüber, was es bedeutet, ein starkes Geburts-Mindset zu haben und warum das so wichtig für ein positives Geburtserlebnis ist.

Du lernst u.a.

💫 Wodurch unser Mindset geprägt wird und wie wir darauf Einfluss nehmen können

💫 Warum unsere Einstellung und unsere Überzeugungen so große Auswirkung auf unser Handeln und unsere Ergebnisse hat

💫 Wie wir bewusst und unbewusst dafür sorgen können, dass wir stark und selbstsicher in die Geburt gehen

 

Ich freue mich, wenn dir meine 3 Tipps für ein starkes Geburts-Mindset weiterhelfen. Diskutiere gerne mit der Community und mit mir auf Instagram unter @mamabynature.de und lass mir einen Kommentar unter den Post zur aktuellen Folge da.

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Transkript der Podcastfolge

Mindset

Wenn du meinen Podcast schon länger hörst, dann ist dir bestimmt schon aufgefallen, dass ich immer wieder von dem Begriff „Geburts-Mindset“ spreche. Und auch in meinem kostenlosen Video-Training spreche ich darüber, wie wichtig es ist, dass du dir ein starkes Geburts-Mindset aufbaust, mit dem du dann in die Geburt gehst. Und in dieser Folge möchte ich gerne etwas genauer darauf eingehen, was sich eigentlich hinter dem Begriff Mindset verbirgt und warum das Mindset so wichtig ist.

Was ist Mindset?

Wenn ich in Bezug auf die Mentale Geburtsvorbereitung von Mindset spreche, dann meine ich damit, deine Einstellung zur Geburt bzw. deine innere Haltung ggü. Der Geburt. Welche Gedanken und Emotionen kommen bei dir hoch, wenn du an Geburt denkst? Was sind deine Glaubenssätze und Überzeugungen über die Geburt? Welche Geschichten über die Geburt, (die dir irgendwann erzählt wurden), glaubst du? Welche Erfahrungen hast du selbst vielleicht schon gemacht, die deine Einstellung zur Geburt beeinflusst haben?

Die offizielle Definition von Mindset besagt, dass es eine gewohnte Denkweise ist, die dafür verantwortlich ist, wie du in einer bestimmten Situation reagierst oder dich verhältst. Das bedeutet, dass dein Mindset zu einem sehr großen Teil ausschlaggebend ist dafür, wie du die Geburt subjektiv wahrnimmst und erlebst. Ein und dieselbe Geburt kann von zwei verschiedenen Frauen komplett unterschiedlich erlebt werden. Auch wenn es objektiv betrachtet ein und dieselbe Situation ist –  das ist natürlich nur ein völlig fiktives und rein hypothetisches Beispiel, weil es ein und dieselbe Geburt nicht gibt. Und der Grund dafür ist eben die innere Einstellung mit der man in die Situation reingeht und wie man die Situation dann interpretiert und bewertet.  

Ich vergleiche das auch ganz gern mit einer Brille oder einem Filter, mit der man durch’s Leben spaziert. Auch, wenn wir alle in derselben Welt leben, mit Menschen oft vermeintlich über dieselben Dinge sprechen, so sieht und hört doch jeder für sich etwa völlig anderes. Da gab es Experimente, wo Menschen einen Baum zeichnen sollten. Und keins der Bilder gleiche einem anderen. Oder nehmen wir das Beispiel der stillen Post. Obwohl jeder die Aufgabe hat, die Geschichte so gut wie möglich ohne etwas zu verändern, weiter zu erzählen, kommt am Ende immer eine andere Geschichte raus. Weil jeder das seine noch mit reingibt. Ganz unbewusst. 

Unser Unterbewusstsein ist also so mächtig, dass wir erst dadurch die Dinge so wahrnehmen, wie wir sie wahrnehmen. Geburt ist also nicht gleich Geburt. Sonder Geburt ist für jeden einzelnen etwas völlig anderes. Ganz abhängig davon, was die deine Eltern erzählt haben, was du im Fernsehen gesehen hast, was du von deinen Freundinnen gehört hast und sogar, was deine Vorfahren erlebt haben.

In dem großen Feld der Epigenetik geht es rein darum, wie unsere Gene sich durch erlebte Erfahrungen verändern und so an unsere Nachkommen dann genetisch weitervererbt werden. Wenn also unsere Urgroßmutter eine traumatische Geburtserfahrung gemacht hat dann beeinflusst uns das unbewusst, auch wenn wir von dieser Erfahrung gar nichts wissen. Also auch, wenn diese niemals über Erzählungen an uns weitergegeben wurde. 

Genau das ist auch der Grund, warum Geburt in unserer Gesellschaft überhaupt den Ruf hat, den sie hat. Und warum sich die meisten von uns vor der Geburt fürchten. Das war nicht immer so. Und ich werde jetzt nicht auf die Geschichte der Geburt eingehen, weil das würde den Rahmen hier sprengen. Aber alleine schon unsere direkten Vorfahren, in meinem Fall sind es gerade mal zwei Generationen, die haben mindestens einen Krieg erlebt. Meine Urgroßmutter sogar zwei. Wir können nur erahnen, welche Ängste da mitgespielt haben müssen, als sie unsere Großeltern bzw. Unsere Eltern geboren haben.

 

So, nun aber genug von all den negativen Prägungen, die wir in unsere Gesellschaft und in unserer Generation haben. Kommen wir zur Lösung des Problems. Ich möchte viel lieber über Lösungen als über Probleme sprechen. Die gute Nachricht ist, dass wir dem allem nicht einfach ausgeliefert sind und nichts dagegen machen können. Sondern, der erste Schritt ist erstmal, dass wir uns bewusst machen, dass wir in vielerlei Hinsicht geprägt sind und dass wir uns aber bewusst damit auseinandersetzen können und Schritte unternehmen können, um eine positive Wirkung zu erzielen. 

 

Dilts Ebenen der Veränderung 

Wenn wir etwas verändern wollen, dann können wir in vielerlei Hinsicht vorgehen. Die Ebenen der Veränderungen, die sich im Bewusstsein befinden, sind Umwelt, Verhalten und Fähigkeiten. Das bedeutet, wenn wir unser Mindset hinsichtlich der Geburt verändern wollen, dann können wir unsere Umgebung so ändern, dass sie uns dahingehend unterstützt, und genauso uns Fähigkeiten aneignen, damit unser Verhalten dementsprechend geändert wird. Was bedeutet das konkret?

 

Tipp 1: Unterstützende Umgebung, also Umfeld schaffen. 

Das sind deine engsten Bezugspersonen, dein Zuhause, alles, was du siehst und hörst sollte darauf ausgerichtet sein, dass es dich unterstützt und für die Geburt stärkt. Hör dir also keine negativen Geburtsgeschichten an, schau dir keine qualvollen Geburtsszenen an, lies keine negativen Geburtsberichte, halte dich von all dem fern. Sag einfach STOP, wenn irgendetwas dieses Vorhaben stören sollte. Viel wichtiger, als nach außen hin höflich zu nicken und in Augen zu und durch Manier das alles über sich ergehen zu lassen ist es, dass du sich schützt. Und dass du auch deine engsten Bezugspersonen um aktive Unterstützung bittest. Und das tun sie schon, indem sie dich einfach in deinem Vorhaben bestärken und dich nicht mit Negativmeldungen runterziehen. Einfach weglassen, das reicht in dem Fall schon. Und das mit dem positiven Bestärken kannst du selbst noch verstärken, indem du dir positive Geburtsgeschichten anhörst , indem du schöne Geburtsvideos guckst und positive Geburtsberichte liest.

Unser Gehirn ist so aufgebaut, dass es alles glaubt, was du ihm erzählst und halbwegs plausibel klingt und dabei ist die Quantität entscheidend. Je öfter du etwas hörst, umso wichtiger und wahrer wird es von deinem Gehirn eingestuft. Also spare nicht mit den ganzen positiven Sachen, die ich gerade erwähnt hab, sondern mach eine buchstäbliche Gehirnwäsche, damit du all die negativen Prägungen aus deinem Kopf rausbekommst. Oder zumindest das Verhältnis zwischen positiven und negativen wieder mehr in die positiven Richtung geht. Du wirst sehen, es funktioniert, und du wirst schon bald eine viel positiver Einstellung zur Geburt haben. Und jedes Mal, wenn dieses Verhältnis wieder gestört wird und in die falsche Richtung gezogen wird, dann. Kannst du direkt die doppelte Ration an positiven oben raufsetzen, sodass dich das nicht weiter beeinflusst.

 

Tipps 2: Fähigkeiten aneignen, sodass du dich anders verhalten kannst. 

Das bedeutet in unserem Fall ganz konkret, dass du dir all das nötige Wissen besorgst, das du brauchst, um dich bei der Geburt stark und sicher zu fühlen. Was brauchst du? Stell dir selbst einmal diese Frage? Ich persönlich brauche es, dass ich vorher schon ein, was in etwas auf mich zukommt, damit ich nicht völlig ahnungslos einer Situation ausgeliefert bin. Und in vielen Fällen empfehle ich auch dir, dass du dich über die Fakten erkundigst, damit du zumindest in der Theorie von vielem schon mal gehört hast. Z.B. dass es verschiedene Phasen der Geburt gibt, die sich anders anfühlen. Oder dass die Wellen sich in Dauer, Intensität und Frequenz ändern. Und und und. 

Uns eine andere Fähigkeit ist meines Erachtens auch, dass du gewisse Bewältigungsstrategien anders Hand hast, wie du während der Geburt mit dem Erlebten umgehen kannst. Dass du was anderes Hand hast, mit dem du dich stark und sicher fühlst. Was ist das für dich? Spür da mal in dich hinein, was das für dich sein könnte. 

Für mich sind das die Tiefenentspannungstechniken und Atemtechniken aus dem HypnoBirthing. Und das was am besten für mich funktioniert, das trainiere ich dann so oft und so intensiv, dass ich mich darauf verlassen kann, dass ich es auch während der Geburt abrufen kann.

Tipp 3: Konditionierung

Ich habe ja vorhin von den bewussten und unbewussten Ebenen der Veränderung gesprochen und Tipp 1 und 2 spielen sich an der Oberfläche ab also im bewussten Teil. Aber wenn wir jetzt  und unsere tatsächlichen Überzeugungen hinsichtlich der Geburt ändern wollen, dann müssen wir eine Ebene tiefer gehen und das gelingt ganz prima über Hypnose. Wir wollen also unsere innersten Überzeugungen und Glaubenssätze auflösen und in positive umwandeln und das können wir über eine positive Konditionierung erreichen.

Im Detail habe ich ja schon in der Podcastfolge 2 darüber gesprochen, was während der Hypnose in unserem Körper und Geist passiert. Falls du die noch nicht kennst, hör unbedingt noch rein. Denn alleine Tipps 1+2 sind zwar total wichtig und können auch kurzfristige erfolge erzielen, aber wenn deine innerste Überzeugung weiterhin ist, dass Geburt etwas schreckliches ist, dann bringen dir auch all die schönen Geburtsvideos nur bedingt was. Vielleicht kannst du temporär etwas bewirken, aber langsfristig reicht es nicht aus. Darum arbeiten wir in der Mentalen Geburtsvorbereitung mit Hypnose, weil wir das Unterbewusstsein ansprechen wollen, genau den Ort, wo alles seinen Ursprung hat. 

Fazit:

Ich fasse nochmal kurz zusammen, was der Kern der heutigen Folge ist: Unsere innere Haltung ist ein sehr wichtiger Faktor dafür, wie wir die Geburt wahrnehmen. Schon Dr. Wolf Lütje vom Amalien Sieveking Krankenhaus hier in Hamburg hat in einem seiner Vorträge gesagt, dass die innere Haltung seiner Erfahrung nach einer der drei Erfolgsfaktoren für eine subjektiv befriedigende Geburt sind. Darum kann ich dir nur den Tipp geben, dass du schaust, dass dein positives Geburts-Mindset so sattelfest wie nur möglich ist. Dass du wirklich stark in die Geburt reingehst und dich sicher und selbstsicher fühlst.

Denn im Grunde sind wir Frauen alle so stark, das wir eine Geburt bewältigen können. Es gilt jetzt, dass wir Ballast, den wir nicht brauchen und der uns nicht dienlich ist, auf dem Weg dorthin wieder abwerfen, sodass wir wieder zu unserer natürlichen inneren Stärke, die wir alle haben, zurückfinden. Diese Stärke müssen wir uns BEWUSST MACHEN. Die Natur hat es genauso vorgesehen, dass wir Frauen die Schöpferinnen von neuem Leben sind. Und die Natur will uns ganz bestimmt nicht leiden sehen, denn so würden wir auf Dauer aussterben. Dieses „Leiden“ ist etwas Menschengemachtes, dass wir sehr gerne wieder loslassen dürfen und sogar müssen, wenn wir unsere ureigene Kraft wiedererlangen wollen.

Also fang gerne schon mal damit an, indem du 1) dein Umfeld positiv ausrichtest 2) deine Fähigkeiten dahingehend anpasst und 3) dein Unterbewusstsein konditionierst und umprogrammierst  – sieh es als Update, dass du in deiner Festplatte einspielst, damit du gegen Viren und Hackerangriffe geschützt bist. Du verpasst dir selbst also ein Update, um dich stark und selbstbewusst für die Geburt zu machen.

Ich hoffe, dir helfen meine 3 Tipps, wie du dein Mindset für die geburt stärken kannst.

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