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Früher oder später wird sich wohl jede Schwangere mit dem Thema Geburt auseinandersetzen. Idealerweise freiwillig, oft aber auch unfreiwillig in Form von gut gemeinten Ratschlägen vom näheren Umfeld. Negative Erfahrungen und Geburtsgeschichten haben leider die Tendenz viel öfter erzählt und stärker im Gedächtnis hängen zu bleiben und die Schwangere somit eher zu verunsichern als zu bestärken. Kein Wunder also, dass viele Schwangere das Thema Geburt lieber verdrängen als sich noch intensiver damit zu beschäftigen. Dabei endet das ganze recht schnell in einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Wie bei so vielen anderen Dingen auch, führt nämlich erst die negative Einstellung selbst zu der negativen Erfahrung. Warum also dieses Phänomen nicht einfach umkehren?

Mit Mentaltraining zum positiven Geburtserlebnis

Die gute Nachricht ist, dass man mit der richtigen Vorbereitung sehr viel bewirken kann. Du kannst das in etwa mit der Besteigung des Mount Everest vergleichen. Bevor du so eine Unternehmung durchführst, wirst du höchstwahrscheinlich darauf hintrainieren. Du wirst dir so viel Wissen wie möglich aneignen, damit du genau weißt, was auf dich zukommt. Du wirst deine Ausdauer trainieren und du wirst deinen Geist auf dieses Ziel hinarbeiten lassen. Und wenn es dann soweit ist, hast du natürlich keinen Einfluss auf die äußeren Bedingungen wie das Wetter, kannst aber gut umgehen mit allem, was kommt. Du wärst höchst wahrscheinlich sehr viel erfolgreicher als jemand, der die Besteigung bis dahin verdrängt hat, keine Ahnung hat, was sie dabei erwartet und wo sie überhaupt hin soll. In so einem Fall hätte man sehr wenig Gestaltungsspielraum und müsste dann ad hoc entscheiden, wie man am besten weitermacht. Oder sich blind auf die Tipps von anderen verlassen und hoffen, dass sie gut sind.

Aber wie genau bereitest du dich nun am besten auf die Geburt vor? Und kann man sich auf so ein unvorhersehbares, biologisches Naturereignis wie die Geburt überhaupt vorbereiten? Ich sage ja! Du kannst es zwar nicht vorhersehen, aber du kannst dich darauf vorbereiten. So, dass du weißt, was zu tun ist und dich auch eventuelle Wendungen nicht aus dem Konzept bringen. Im Groben möchte ich die Geburtsvorbereitung in folgende Abschnitte unterteilen: WissenTechniken und Mindset.

Wissen ist Macht

Bevor du dich zum ersten Mal in ein Auto setzt und losfährst, solltest du einige Grundlagen zumindest theoretisch beherrschen. Bei der Geburt ist es nicht anders. Du solltest verstehen, was in deinem Körper während der Geburt alles passiert. Du solltest verstehen, wie deine Gebärmutter arbeitet und dich und dein Baby bei der Geburt bestmöglich unterstützt. Und du solltest auch deine Optionen kennen. Du solltest wissen, welche Möglichkeiten dir an deinem gewünschten Geburtsort zur Verfügung stehen und dir vorher schon überlegen, wie deine Geburt idealerweise ablaufen sollte. Ein Beispiel: Möchtest du gedimmtes Licht, dass du dich besser entspannen kannst oder wünscht du dir eine Wassergeburt? Möchtest du eine Hebamme an deiner Seite, die dich aktiv unterstützt oder möchtest du lieber in Ruhe gelassen werden? Überleg dir diese Dinge vorher und besprich es gemeinsam mit dem geburtsbegleitenden Personal. So findest du auch relativ schnell raus, ob dein gewünschter Geburtsort auch mit deiner eigenen Philosophie übereinstimmt oder ob du lieber doch noch weitersuchen solltest. Aber: Pläne sind nicht dazu da, krampfhaft an ihnen festzuhalten. Wenn es die Gegebenheiten erfordern, passe deinen Plan an oder schmeiß ihn über Bord, gehe also mit dem Fluss. Das Planen als Prozess ist wichtiger als der Plan selbst.

Techniken, die dich bei der Geburt unterstützen

Mach dich mit den gängisten und hilfreichsten Techniken für die Geburt vertraut. Sei es, dass du dir ein paar Geburtspositionen zeigen lässt oder Atemübungen, die du bei der Geburt anwenden kannst. Ich persönlich empfehle auch in jedem Fall Tiefenentspannungstechniken. Guck dir an, was für dich am besten funktioniert. Und dann mach es schon in der Schwangerschaft zu deiner täglichen Routine, diese Techniken zu üben, sodass du sie bei der Geburt auch ohne Probleme parat hast. Du musst deinen Körper und auch deinen Geist ein Stück weit konditionieren, damit du diese Art der Tiefenentspannung während der Geburt dann automatisch einnehmen kannst.

Ein positives Mindset

Auch wenn es vielleicht abgedroschen klingt und du das Wort nicht mehr hören kannst. Tatsache ist, dass wir unterbewusste Wesen sind und einfach sehr stark von unserem Unterbewusstsein gelenkt werden. So lange wir negative Gefühle in Bezug auf die Geburt haben, werden uns diese Gefühle auf die eine oder andere Art einschränken. Und mal ehrlich, fast jeder von uns hat irgendwann mal negative Glaubenssätze über die Geburt einprogrammiert bekommen, und das hinterlässt eben Spuren. Je mehr und je stärker diese Glaubenssätze sind, desto intensiver sollten wir uns mit ihnen auseinandersetzen und sie so gut wie möglich auflösen. Ein paar bewährte Mittel sind z.B. positive Affirmationen, die du dir aufschreibst, anhörst oder vorliest. Oder du hörst dir regelmäßig positive Geburtsgeschichten an (wenn man erstmal danach sucht, ist das Netz voll davon). Du kannst dir auch Geburtsvideos von HypnoBirthing Geburten auf Youtube ansehen. Oder Hypnosen hören. Oder, oder, oder. Es gibt viele Arten, wie du dein positives Mindset über die Geburt stärken kannst. Du musst nur herausfinden, was für dich persönlich am besten funktioniert.

Fazit

Wie su siehst, gibt es also wirklich viel, was du tun kannst, um dich auf die Geburt deines Kindes vorzubereiten. Und auch wenn du den Lauf des Lebens und der Geburt nicht grenzenlos beeinflussen kannst – es wird einen Unterschied machen! Unvorhersehbare Dinge können immer und jederzeit passieren. Aber es geht darum, wie du dann damit umgehst. Wenn du die Balance findest zwischen Wunschgeburt und Offenheit gegenüber Allem, was kommt – dann steht deiner persönlichen Traumgeburt nichts im Wege!

Wenn du noch tiefer in das Thema einsteigen möchtest, abonniere gerne meinen Newsletter und erhalte mein 12-seitiges PDF zum Thema “5 Dinge, die du JETZT für deine angstfreie Geburt tun kannst“. Wenn du noch tiefer in das Thema einsteigen möchtest, dann komm noch mit dazu in meinen HypnoBirthing-Onlinekurs “Stark in die Geburt – Mentale Geburtsvorbereitung mit HypnoBirthing“.

Dort lernst du all das hier beschriebene und noch viel mehr. Ich würde mich riesig freuen, dich auf diesem Wege kennenzulernen.