#59 – 4 Glaubenssätze, die dich bei der Geburt blockieren

In dieser knackigen Solofolge widmen wir uns dem wichtigen Thema Glaubenssätze über die Geburt. Du erfährst u.a.

 

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💫 Was die 4 häufigsten Glaubenssätze über die Geburt sind

💫 Warum sie dich bei deiner positiven Geburt blockieren könnten

💫 Wo diese Glaubenssätze ihren Ursprung haben

💫  Wie du mit ihnen umgehen kannst

Ich bin gespannt, ob auch du den einen oder anderen dieser Glaubenssätze über die Geburt kennst. Einige davon sind bestimmt in mehr oder weniger starker Form in vielen von uns tief verwurzelt.

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Transkript der Podcastfolge

In der heutigen Podcastfolge wollen wir uns die vier häufigsten Glaubenssätze anschauen, dich dich bei deiner bevorstehenden Geburt blockieren könnten. Der ein oder andere mag dir vielleicht bekannt vorkommen, sei es aus deinem Umfeld oder bei dir selbst. Du erfährst, (wo sie ihren ursprung haben), warum sie dir nicht dienen und wie du sie loslassen kannst. Ich wünsche dir ganz viel Freude bei dieser Folge.

 

Glaubenssätze über die Geburt

 

Heute sprechen wir mal über Glaubenssätze. Glaubenssätze oder auch Glaubensmuster sind nämlich zu großen Teilen dafür verantwortlich, wie wir uns in unserem gesamten Leben verhalten. Sie steuern unsere Gedanken und Emotionen und somit auch unser Verhalten und das, was wir erleben. Ich vergleiche das Ganze gerne mit einer Brille oder einem Filter, durch die wir die Welt und unser Leben betrachten. 

 

Und genau darum sind sie so wichtig, weil sie einerseits das Potenzial haben, uns in unseren Zielen zu unterstützen. Andererseits können wir uns aber auch selbst boykottieren, wenn wir die falschen Glaubenssätze in uns haben. Wenn wir nach Glaubensmustern handeln, die uns nciht unterstützen sondern uns hindern und im Weg stehen. Nicht selten sind sie der Faktor der darüber entscheidet ob deine Geburt gut wird oder nicht. Also lass uns deine Brille, deinen Filter mal genau anschauen um eventuell noch etwas zu identifizieren, was du vor deiner Bevorstehenden Geburt noch loslassen loslassen oder ändern darfst.

 

Also lass uns loslegen mit dem 1. Glaubenssatz: 

 

  • Geburt ist gefährlich

 

Dieser Glaubenssatz ist wirklich sehr weit verbreitet. Denn alleine schon deshalb, dass die meisten Geburten in Krankenhäusern stattfinden, erweckt den Anschein, dass es per se etwas Gefährliches sein MUSS. Schon in der Schwangerschaft bekommen wir vermittelt, dass alles mögliche überwacht werden muss, um mögliche RISIKEN früh zu erkennen und eine eventuelle GEFAHR schnell abzuwenden. Das fängt bei den Vorsorgeuntersuchungen an, Pränataldiagnostik usw, und geht über Schauergeschichten aus dem Freundeskreis, der Darstellung der Geburt in Film & Fernsehen und endet in der Klinik, wo haufenweise technische Geräte um uns herum stehen um die Gefahr so gering wie möglich zu halten. Ganz schön schwierig, diesen Glaubenssatz auch als diesen zu identifizieren und nicht als Faktum abzutun.

 

Doch was wäre, wenn ich dir sagen würde, dass die Geburt per se keine Gefahr ist, sondern das normalste und natürlichste, was der Körper einer Frau leistet? Was wäre, wenn die vermeintliche Gefahr in Wirklichkeit menschengemacht ist, nicht naturgemäß? Wenn wir Schwangerschaft und Geburt einfach mal sein lassen würden, in Ruhe lassen würden? Würden all diese Risiken & Gefahren überhaupt eintreten? Zahlreiche Studien belegen mittlerweile, dass viele der Dinge zur Gefahrenreduktion in Wirklichkeit genau das Gegenteil bewirken. Dauer-CTG-Überwachung, Pränataldiagnostik, Geburtseinleitungen haben in der Vergangenheit nicht die gewünschten Ergebnisse geliefert sondern im Gegenteil, sie führen dazu, dass die Schwangeren noch mehr verunsichert werden und letztlich sogar verantwortlich dafür sind, dass viele Komplikationen überhaupt erst eintreten.

 

Heute weiß man, dass eine liebevolle und konstante 1zu1 Betreuung während der Geburt einen größeren positiven Effekt auf die Geburt hat, als die meisten medizinischen Maßnahmen. Klar, wenn ein Notfall eintreten sollte sind wir natürlich alle froh über den Fortschritt der Medizin, der im Zweifel Leben retten kann. Aber ist es wirklich nötig, stets vom Notfall auszugehen? Und all diese Maßnahmen als Standardprocedere durchzuführen? 

 

  • Eine positive Geburt ist reine Glückssache (Ich habe bei der Geburt sowieso nichts mitzureden)

 

Ein weiterer, dich hindernder Glaubenssatz ist der, dass du im Grunde selbst ja gar nichts bewirken kannst, weil du keinerlei Einfluss nehmen kannst. D.h. du hast die Überzeugung, du darfst ohnehin nicht mitreden ODER dass es egal ist, was du mitredest, weil ohnehin dein Schicksal darüber entscheidet, wie deine Geburt abläuft.

 

Dieser Glaubenssatz kommt mir tatsächlich sehr oft unter. Und es wird dich nicht großartig verwundern, dass genau das zur selbsterfüllenden Prophezeiung werden kann, wenn dir nicht bewusst ist, dass es nur ein Glaubenssatz ist – nicht mehr, und nicht weniger.

 

Klar, du kannst dich auch einfach auf dein Glück verlassen. Dann KANN die Geburt theoretisch vielleicht auch gut werden. Dann müssen aber auch wirklich ALLE äußeren Umstände an diesem Tag perfekt ablaufen und du musst dich zu 100% genau darauf verlassen. Es wird schon alles gut gehen. Davon rate ich dir aber ganz stark ab.

 

Das hat nichts mit mangelndem Vertrauen zu tun. Sondern damit, Verantwortung zu übernehmen. Denn die kann dir niemand abnehmen. Im Zweifel entscheiden andere Menschen so, wie sie denken, dass es in deinem Sinn ist. Aber sie stecken nicht in deinem Körper. Und sie sind auch nur Menschen mit eigenen Ängsten. Willst du dich wirklich darauf verlassen, dass andere deine Entscheidungen FÜR DICH treffen?

 

Ausschlaggebend für eine gute Geburt ist nicht, dass die Geburt perfekt abläuft oder genau so, wie du es dir gewünscht hast. Sondern ausschlaggebend ist, dass du – gerne mit Unterstützung – das Ruder selbst in der Hand behältst. Dass du in deiner Selbstbestimmung bleibst. Und am Ende das Gefühl hast, es war DEINE Geburt. Dein Körper, dein Baby, deine Entscheidung.

 

  • Ich bin nicht genug/Mein Körper ist nicht genug

 

Auch das ist ein Riesenthema. Dieser Glaubenssatz ist so häufig, dass wir ihn oft gar nicht mehr als Glaubenssatz identifizieren. Aber genauso wie der 1. Glaubenssatz, dass die Geburt gefährlich sei, ist dieser hier so tief in unserer Kultur verwurzelt, dass es vermutlich noch mehrere Generationen brauchen wird, bis wir ihn – in unserer Gesellschaft – losgeworden sind. 

 

Und zwar geht es hier ganz grob darum, dass wir Frauen und unsere Körper unzureichend sind, so wie wir bzw.sie sind. Dass die Lösung immer im Außen liegt: wir brauchen mehr an Kontrollen, mehr an Überwachung, mehr an medizinischen Eingriffen usw. und so fort. Unbewusst bekommen wir ein Bild vermittelt, dass uns glauben lässt, dass unsere Körper absolut unfähig sind zu gebären. Und dass wir in jedem Fall jemanden oder etwas brauchen, der oder das und rettet.

 

In wirklichkeit bist du aber genug, nämlich mehr als genug. Du hast alles in dir, was du brauchst, um dein Kind auf die Welt zu bringen. Wenn du dabei Unterstützung haben möchtest oder vielleicht auch brauchst, dann kannst du die gerne haben. Aber die Lösung liegt ganz oft nicht im MEHR sondern ganz im Gegenteil, im Weniger.

 

Bei der Geburt brauchst du weniger Licht, weniger Geräusche, weniger Gespräche, weniger Anweisungen, weniger Medikamente, weniger Überwachung als du vielleicht glaubst. In Wirklichkeit brauchst du nur dich, deine mentale Stärke und ein liebevolles Umfeld, das dich unterstützt und an dich glaubt. Und im Zweifel auch eingreifen kann, sollte das wirklich notwenidg sein. Doch die Erfahrung zeigt, wenn man die Frau einfach mal Frau sein lässt, die Geböärende, Gebärende sein lässt, dann ist das in den meisten Fällen nicht nötig.

 

  • Die Schmerzen bei der Geburt sind unerträglich

 

Auch das wird häufig zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Das hat sogar eine Studie ergeben, die Hausgeburten und Klinikgeburten in den USA miteinander verglich. Die Mamas, die eine Hausgeburt geplant hatten, waren zuversichtlich ggü. Der geburt und gingen davon aus, dass sie mit den Schmerzen gut umgehen könnten. Die andere Gruppe an Frauen hingegen war davon überzeugt, dass die Schmerzen unerträglich seien und nur mit Schmerzmittel zu überstehen wären. Das Ergebnis war, dass genau das eintrat, was die Frauen sich selbst im Vorfeld über die Geburt erzählt haben. 

 

Was bedeutet das jetzt für dich? Ich kann dir nicht vorhersagen, wie deine Geburt ablaufen wird. Aber achte mal ganz genau auf deine Gedanken und Gefühle, wenn du an deine bevorstehende Geburt denkst. Achte darauf, wie du mit dir selbst sprichst. Hast du positive Gedanken und Gefühle? Oder hast du negative Gedanken und gefühle? Wenn ja, dann können genau sie dich blockieren und letztlich sogar daran hindern, eine gute geburt zu erleben. Es lohnt sich also auch hier, nochmal genau hinzuspüren.

 

Das waren die vier häufigsten Glaubenssätze, die dich bei deiner Geburt blockieren könnten. Es gibt sicherlich noch mehr davon, doch diese vier sind sozusagen die Dauerbrenner, die Klassiker unter den Glaubenssätzen. Und wahrscheinlich verbirgt sich zumindest einer davon in den meisten von uns mehr oder weniger stark.

 

Hier sind sie nochmal zusammengefasst

 

  • Geburt ist gefährlich
  • Eine positive Geburt ist reine Glückssache (Ich habe bei der Geburt sowieso nichts mitzureden)
  • Ich bin nicht genug/Mein Körper ist nicht genug
  • Die Schmerzen bei der Geburt sind unerträglich

Glaubenssätze über die Geburt

Heute haben wir über die 4 häufigsten blockierenden Glaubenssätze über die Geburt gesprochen. Na, kommt dir der eine oder andere bekannt vor? Wenn ja, dann schau dir das unbedingt noch genauer an und löse den Glaubenssatz noch vor deiner Geburt auf. Denn mit positiven Zielbildern bist du bestens ausgestattet für eine selbstbestimmte und bestärkende Geburt.

 

5 Strategien, wie du deine Ängste und Sorgen in Bezug auf die Geburt auflösen kannst, findest du in meinem kostenlosen Mini E-Book “In 5 Schritten zur angstfreien Geburt”. Du findest es auch nochmal in den Shownotes verlinkt. 

 

Wir hören uns dann in 2 Wochen wieder, also bis dahin. Alles Liebe, deine Nives von mama by nature

 

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