4 Tipps, um Geburtsschmerzen zu reduzieren

In meiner neuesten Podcastepisode geht es um das Thema Geburtsschmerzen. Wir sprechen ausführlich darüber, aus welchen Gründen Geburtsschmerzen überhaupt entstehen können und wie du ihnen begegnen kannst. Außerdem verrate ich dir, was du bereits in deiner Schwangerschaft tun kannst, um unnötigen Schmerzen bei der Geburt vorzubeugen.

Du erfährst unter anderem

💫  Die drei Ursachen von Geburtsschmerzen und wie du sie reduzieren oder sogar vermeiden kannst.

💫  Wie du schon in deiner Schwangerschaft deinen Fokus ausrichtest um allen Empfindungen während der Geburt positiv begegnen zu können.

💫  Welche konkreten Werkzeugen dich während der Geburt unterstützen, sodass du gestärkt aus der Geburt hervorgehen kannst.

💫 Meine vier (eigentlich sogar fünf) Tipps, um Geburtsschmerzen zu reduzieren.

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Auch Themenwünsche & positive Geburtberichte sind willkommen. Ich freue mich, von dir zu hören!

 

Transkript der Podcastfolge

4 Tipps, um Geburtsschmerzen zu reduzieren

Ich bekomme immer wieder dieselbe Frage, weil das so eine Art Dauerbrenner ist. Wie kann man die Geburtsschmerzen reduzieren? Zuerst möchte ich darauf eingehen, was Schmerzen überhaupt sind und was der Auslöser von Geburtsschmerzen ist.

Eine sehr essentielle Sache, wenn wir über Geburtsschmerzen sprechen ist, das Ergebnis unserer inneren Einstellung. D.h. unsere Haltung, unser Mindset, unsere Erwartung, das dürfen wir nicht unterschätzen, dass wir alleine schon durch das Wort Schmerz, weil wir es so einordnen, was wir unter der Geburt spüren, dass wir alleine deshalb schon die Erwartung schüren, das es eben etwas ist, was uns bei der Geburt unangenehm begegnet und daß wir dann eigentlich schon quasi direkt darauf warten, dass jetzt dieser Schmerz kommt. Das darf man tatsächlich nicht unterschätzen.

Wenn wir uns dieses Wort Schmerz mal anschauen, dann fällt auf, dass das Wort Schmerz eigentlich gar nicht so viel bedeutet. Sondern eigentlich eine Interpretation ist, also es besagt relativ vage, dass es eine unangenehme körperliche wahrnehmung ist. Die Körperliche Wahrnehmung, die ich da jetzt gerade spüre, ist unangenehm, es besagt aber gar nicht direkt was ich da jetzt gerade spüren sondern das ist ein überbegriff von unangenehmen körperempfindungen und nichts Konkretes eigentlich.

Die Sprache hat aber so einen großen Einfluss auf uns, dass wir damit auch wirklich etwas bewirken können und genauso wie man mit Sprache ein negatives Mindset aufbauen kann, kann man mit der Sprache auch ein positives Mindset auf.

Deswegen schlage ich vor, wenn du das mal probieren möchtest, dass du mal schaust, dass du bestimmte körperliche Empfindungen, also auch jetzt in der Schwangerschaft, vielleicht schon garnicht direkt einordnest und interpretierst und auch bewertest, sondern dass du es konkret beschreibst, was du gerade fühlst. Also das heißt, du sagst dann nicht „Oh ich hab keine Schmerzen“ sondern du sagst konkret was du gerade spürst. Zum Beispiel, ist es ein Ziehen, ist es ein Druck, ist es eine Schwere oder ist es ein Brennen oder Jucken oder was auch immer es gerade ist. Das eben nicht sofort als Schmerz interpretierst und dadurch sozusagen negativ bewertest. Es ist zu einem gewissen Grad auch kulturell antrainiert, dass wir eben Geburtsschmerzen erwarten. Das ist nicht in allen Kulturen so. Es gibt sehr viele Länder, wo das Thema Schmerz einfach kein Thema ist und deswegen hört man auch nichts darüber, dass die Frauen unter Schmerzen gebären. Bei uns bei uns ist es einfach sehr stark auch kulturell geprägt.

Aber es gibt natürlich auch andere Ursachen für die Geburtsschmerzen, und zwar die zweite Ursache für den Schmerz ist eben eine Anspannung in der Gebärmutter. Vielleicht hast du schon mal von dem sogenannten Angst Spannung schmerz-Syndrom gehört. Das hat Dr. Grantley Dick-Read in den 30er Jahren zum ersten Mal so benannt. Und zwar hat er im Laufe des ersten Weltkriegs die Erfahrung gemacht, dass es eben Frauen gibt, die offenbar auch ohne Schmerzen gebären und er fand dieses Thema unheimlich spannend und hat dann geforscht in diesem Gebiet und wollte rausfinden, was macht den Unterschied aus, dass manche Frauen eben unter Schmerzen gebären und andere eben nicht. Er hat herausgefunden dass der Ursprung in der Angst liegt, also in der Furcht.

Vielleicht kennst du das aus deinem Alltag, wenn du gestresst bist oder angespannt, also mental angespannt bist oder Angst hast oder dich vor etwas fürchtest, dann geht dein ganzer Körper in die Anspannung. Also dein Kiefer ist angespannt, deine Schultern sind angespannt, dein ganzer Körper ist einfach nicht locker sondern angespannt. Und genau das gleiche passiert auch während der Geburt mit unserem Körper. Aber eben auch in unserer Gebärmutter, wenn wir ängstlich oder angespannt sind.

Das heißt, unsere Gebärmuttermuskeln spannen sich an und können dann einfach nicht mehr so harmonisch zusammenarbeiten wie das normalerweise der Fall ist. Und das verursacht dann wiederum einen Schmerz oder das intensiviert den Schmerz. Und was dann passiert, ist, daß wir dann meistens noch mehr Angst bekommen, noch mehr Schmerzen und noch mehr Anspannung und dadurch noch mehr Angst. Das heißt, es ist wirklich so eine Negativ-Spirale und das nennt man Angst-Spannungs-Schmerz-Syndrom. Im schlimmsten Fall kann das eben sogar zum Geburtsstillstand führen.

Ein dritter Punkt als Ursache für die Geburtsschmerzen sind eben die Hormone. Das hängt auch sehr stark mit diesem Angst-Spannungs-Schmerzsyndrom zusammen, weil wenn wir in diese Negativspirale reingeraten, dann geht unser Körper automatisch in eine Notfallreaktion und muss sich entscheiden. Also das ist binnen von Hundertstel Sekunden, geraten wir in diesem Kampf oder Flucht Modus. Unser Körper möchte sich entscheiden, kämpfe ich jetzt oder flüchte ich jetzt, weil er so unter Stress steht und weil Adrenalin ausgeschüttet wird und andere Katecholamine. Das sind die sogenannten Stresshormone.

Was dann passiert, ist, dass das sauerstoffreiche Blut von unserer Gebärmutter in unsere Extremitäten gepumpt wird, also in die Arme und in die Beine, damit wir kämpfen oder flüchten können. Leider ist es eben so, dass die Gebärmutter nicht zu den überlebenswichtigen Organen zählt und deswegen eben das Blut, das eigentlich wichtig ist für die Geburtsarbeit und auch für unser Baby, dann uns eben fehlt für die Geburt. So kann der Prozess, dieser natürliche, harmonische Prozess, gestört werden und, wie vorhin schon erwähnt, im schlimmsten Fall kommt es dann zum Geburtsstillstand.

 

Okay, wir wissen jetzt was die Schmerzen verursacht, wodurch Geburtsschmerzen verursacht werden. Jetzt möchte ich mir gerne einmal mit dir anschauen, wie wir das ganze positiv beeinflussen können. Wie ist eine schmerzfreie oder eine schmerzreduzierte Geburt möglich? Wir haben gehört, die Stresshormone wollen wir vermeiden, die wollen wir so gut wie möglich außen vor lassen. Das Gegenteil davon sind dann die Glücks- und Wohlfühlhormone, die Endorphine.

Das sind die, die uns tatsächlich unterstützen bei der Geburt. Die uns in einen angenehmen, tranceartigen Zustand versetzen und uns im Laufe der Geburt richtig reinziehen in unsere Geburtsblase, wie ich das immer gerne nenne. Wo man gar nicht mehr so richtig mitbekommt, was draußen alles passiert rund um einen, sondern du bist ganz bei dir, bei deinem Körper und ganze bei deinem Baby. Das kannst du gezielt fördern, indem du in die Entspannung gehst und indem du ins Vertrauen gehst anstatt eben unter Stress und Angst zu stehen bei der Geburt.

 

Die gute Nachricht ist, es kann nur entweder das eine oder das andere da sein. Das heißt, es kann nicht sein, dass du Stresshormone ausschüttest und gleichzeitig die Wohlfühlhormone. Sondern, wenn du merkst unter der Geburt, dass du jetzt in eine Negativspirale reinkommst, dann kannst du verschiedene Tiefenentspannungstechniken oder Atemtechniken anwenden, mit denen du wieder raus kommst aus der Spirale und sodass wieder die Endorphine ins fließen kommen. Damit die Endorphine dich unterstützen dabei, dass die Gebärmuttermuskulatur wieder harmonisch arbeitet und dass der Geburtsprozess wieder ganz locker und natürlich und harmonisch aufgenommen werden kann.

 

Wie geht das jetzt, wie kannst du das jetzt gezielt fördern?

Ich habe 4 Tipps für dich vorbereitet.

Und zwar der erste Tipp ist, dass du das Vertrauen stärkst und zwar schon in der Schwangerschaft. Das ist das, was ich unter diesen Überbegriff Mindset meine, das du wirklich dein Geburts-Mindset stärkst, indem du positiv und zuversichtlich und vertrauensvoll in die Geburt reingehst. Das ist oft leichter gesagt als getan. Es geht im groben darum, dass du wirklich negativen Glaubenssätze und Überzeugungen, die dich blockieren, dass du die abbaust und dass du die ersetzt und gegen etwas Positives ersetzt.

Du kannst dein Geburts-Mindset gezielt stärken, zum Beispiel mit Hypnosen oder auch mit Affirmationen, sodass dein Unterbewusstsein gezielt umprogrammiert und konditioniert wird auf eine positive und vertrauensvolle Geburt. Du kannst das auch machen, indem du dich jetzt schon in der Schwangerschaft wirklich einem positiven Umfeld aussetzt und dich in ein positives Umfeld begibst. Das heißt, dass du es vermeidest, negative Geburtsgeschichten zu hören von anderen Menschen. Dass du dich davor wirklich ganz gezielt schützt, dass du das dankend ablehnst. Und, dass du dich nur noch mit positiven Dingen umgibst hinsichtlich der Geburt. Du kannst dir positive Geburtsberichte anhören, auch positive Geburtsvideos anschauen und einfach ein bestärkendes Umfeld wählst. Also auch deine Freunde und deine Familie darum bittest, dass sie dich unterstützen und dich nur mit positiven Informationen rund um die Geburt versorgt. Das ist der erste Punkt, was du in deiner Schwangerschaft schon machen kannst.

Der zweite Punkt ist der große Überbegriff Wissen. Wissen stärkt das Vertrauen, weil wenn du einfach Bescheid weißt darüber, wie eine Geburt abläuft, dann hast du das Gefühl von Sicherheit. Und das ist wiederum, meines Erachtens, viel besser, als die Tatsache zu verdrängen, dass da eine Geburt auf dich zukommt und wenn du einfach nicht weißt, was da passiert. Je unsicherer du bist und je mehr Ungewissheit da ist, dann ist das einfach so eine Art Black Box und das fördert wiederum deine Ängste.

Es ist besser, wenn du dich im Vorfeld erkundigst, wenn du dich vielleicht auch mit deinen Geburtspräferenzen beschäftigst, dir einen Geburtsplan zurecht legst, sodass du auch weißt, wie du in einer jeweiligen Situation gerne reagieren möchtest. Das bedeutet nicht, dass du dann so reagieren musst. Aber du hast dir zumindest vorher schon mal überlegt, welche Möglichkeiten du hast, was dir zur Verfügung steht und hast dir überlegt, was dir wichtig ist und was du gerne möchtest und dich mit diesen Dingen schon mal im Vorfeld beschäftigt. Du kannst auch einen Geburtsvorbereitungskurs buchen oder besuchen auch ein HypnoBirthing-Kurs, den ich natürlich empfehle, oder verschiedene Bücher lesen. Um einfach wirklich Wissen zu erlangen in diesem Bereich.

Dann gibt es noch den dritten Punkt und zwar dass du dann während der Geburt wirklich die Entspannung findest. Das heißt, du kannst verschiedene Techniken und Methoden erlernen, die die Endorphine ins fließen bringen. Das hab ich ja vorhin schon erwähnt, dass die Endorphine dich unterstützen bei der Geburt. Sie wirken tatsächlich bis zu 300 mal stärker als Morphium, also sie sind schmerzstillend, diese Hormone, und die wollen wir so gut wie möglich anregen, sodass die zu uns kommen und dass die ausgeschüttet werden von unserem Körper. Das heißt, wir brauchen gar nicht gezwungenermaßen Schmerzmittel von außen, sondern unser Körper halt auch einen „hauseigenen Drogenschrank“, wie ich das gerne nenne, und darauf können wir auch zugreifen, wenn wir eben das Wohlbefinden und die Entspannung fördern wollen während der Geburt.

Wie kannst du das jetzt machen? Du kannst einerseits deinen Geburtsort und deine Geburtsbegleitung sorgsam auswählen, sodass du dich während der Geburt wirklich wohl fühlst und dass dir wirklich dieser Blick nach innen gelingt, also diese Geburtsblase, wie ich sie vorhin genannt hab, dieser tranceartige Zustand, wo du automatisch reingezogen wirst bei der Geburt. Das kannst du fördern, indem du dein Wohlbefinden und eine Entspannung förderst während der Geburt. Und dann kannst du dir noch verschiedene Tiefenentspannungstechniken erlernen im Vorfeld und dann während der Geburt anwenden. Das können einerseits Hypnosen sein, wie zum Beispiel die Regenbogenentspannung, die viele während der Geburt hören, oder das kann auch eine geführte Meditation sein, wie zum Beispiel der Body Scan. Das ist im Prinzip eine progressive Muskelentspannung, wo du einmal durch den Körper gehst gedanklich und dir vorstellst, dass jeder Körperteil nacheinander entspannt. Und wo du dann auch tatsächlich merkst, dass du von Kopf bis Fuß immer entspannter wirst. Oder auch viele, mich eingeschlossen, schlafen auch dabei ein.

Was ich auch sehr wichtig finde, ist die Atmung. Die Atmung kannst du wirklich dazu nutzen. Dass du erstens in den trance-artigen Zustand kommst und zweitens kannst du die Atmung auch dafür nutzen, dass die Schmerzen reduziert werden. Wenn du eine tiefe Bauchatmung praktizierst, dann wird sehr viel Sauerstoff in deinen Körper gepumpt. Durch den vielen Sauerstoff verändert sich der PH-Wert des Bluts im Körper, der wird basischer. Je basischer dein Blut ist, desto positiver wirkt sich das auf den Schmerzempfinden aus. Hier kannst du eben tatsächlich mit der Atmung sehr gut arbeiten. Auch diese Vorstellung, wenn du jetzt eine Kontraktion spürst, diese Vorstellung, dass ist jetzt eine Welle und du gehst mit der Welle, du atmest in die Welle hinein. Du stellst dich nicht gegen sie, kämpft nicht gegen sie an, sondern du arbeitest MIT der Welle. Es kann auch einen sehr großen Unterschied bewirken in dem Empfinden und das dann eben die Geburtsschmerzen reduziert werden.

Du kannst aber natürlich auch die Entspannung fördern durch einen angenehmen Duft, zum Beispiel ätherische Öle, oder durch eine Musik, die dir gefällt. Eine Entspannungsmusik, oder bei Manchen ist es vielleicht auch eine schnellere Tanzmusik. Auch das kann für manche entspannend wirken, wenn man sich vielleicht auch körperlich bewegt dazu. Entspannung sieht für jeden anders aus, also guck einfach mal genau hin, was dich unterstützt und was dir dabei hilft, dass du in die Entspannung reinfinden kannst.

Dann haben wir noch Nummer 4 und zwar das große Thema loslassen. Am besten, du machst dich von allen Erwartungen frei hinsichtlich der Geburt und gehst einfach mit dem Fluss. Lass alle Erwartungen gehen, alles was die Geburt betrifft, und gib dich dem Geburtsprozess so gut wie möglich hin. Vertrau einfach darauf. Du kannst darauf vertrauen, dass dein Körper in der Regel genau das richtige machen wird, ohne dass du vorher gelernt hast, wie man gebärt. Dein Körper hat dieses Wissen in sich gespeichert und macht genau das, was er machen soll.

Die größte Schwierigkeit ist tatsächlich bei der Geburt, dass wir unseren Körper machen lassen und dass wir ihn mit unserem Gedankenkarussell nicht im Weg stehen und durch unser ständiges denken mit unserem Gehirn sozusagen in der rationalen Ebene dann diesen Geburtsprozess, dieses körperliche Erleben, dann einschränken oder irgendwie erschweren oder behindern. Von daher, lass los, geh mit dem Fluss und gib dich dem Geburtsprozess so gut wie möglich hin. Hab Vertrauen in deinem Körper, in die Natur und in dein Baby. Ihr seid ein Team und ihr macht das schon, ohne dass ihr das vorher gelernt habt. Ihr könnt das.

Okay und dann hab ich noch einen letzten, ultimativen Tipp, der sich manchmal ein bisschen befremdlich anhören kann. Laut der amerikanischen Gynäkologin und Autorin Christiane Northrup ist es so, dass wir, je mehr wir diesen Wunsch verfolgen, eine schmerzfreie Geburt zu haben, und dem dann auch wirklich mit Nachdruck nachgehen, desto weniger wahrscheinlich kann uns genau das gelingen.

Das klingt im ersten Moment ein bisschen komisch. Aber es ist eben so, dass es sehr wichtig ist, dass wir uns wirklich diesem natürlichen Prozess hingeben. Und je mehr wir uns dagegenstellen mit irgendwelchen Erwartungen oder mit irgendwelchen Wünschen und Zielen und Vorhaben, das es so und so und so zu sein hat, desto mehr wollen wir etwas erzwingen. Und desto weniger lassen wir diesem natürlichen Prozess freien Lauf. Deswegen ist es eben ein ultimativer Tipp, dass du dich wirklich frei machst von diesem Wunsch eine schmerzfreie Geburt zu haben. Ich persönlich finde es auch viel wichtiger während der Geburt mit den Körperempfindungen gut umgehen zu können. Dass ich bestimmte Werkzeuge an der Hand habe, die es für mich bewältigbar machen mit der Geburt umzugehen. Und dass ich dann zu jederzeit etwas habe, wo ich sage „Okay, mit dem Körpergefühl kann ich jetzt gut umgehen“. Und dieser positive Umgang damit, diese Bewältigungsstrategie, finde ich eben viel wichtiger als jetzt diesen Anspruch zu haben, das es eben absolut schmerzfrei sein muss.

Nochmal zusammenfassend: je mehr wir eine schmerzfreie Geburt erzwingen wollen, desto schlechter kann es gelingen. Oder umgekehrt, je mehr wir uns frei machen können von dem Wunsch einer schmerzfreien Geburt und je offener und aufgeschlossener wir sind, desto eher kann es auch gelingen. Also hier wirklich den Druck rausnehmen. Je weniger Druck wir auf dieses Thema ausüben, desto besser kann es dann letztendlich gelingen.

 

Wenn wir nochmal zusammen, dann ist es so, dass die Geburt einfach Kräfte in uns Frauen weckt, von denen wir vorher nicht gewusst haben, dass sie überhaupt existieren, und die wir vorher noch nicht mal annähernd kennengelernt haben. Diese Kraft aber bewusst mitzuerleben, das kann unglaublich bereichern und bestärken, wenn wir das zulassen und wenn wir eben uns nicht dagegen stellen und wenn wir uns wirklich den Raum frei dafür halten.

Daher meine Tipps eben nochmal:

  • Mindset stärken schon in der Schwangerschaft, positive Umgebung, positive Geschichten, Ängste loslassen und auflösen
  • Dass du dich vorher darüber erkundigst, was kommt in etwa auf dich zu und wie kannst du dann in der jeweiligen Situation reagieren. Ungewissheit fördert Ängste und deswegen verschaffe dir Gewissheit und Sicherheit, indem du dir Wissen aneignest
  • Entspannung fördern während der Geburt mit bestimmten Techniken und Methoden
  • Loslassen, ein ganz wichtiger Punkt, wirklich dich dem Geburtsprozess hinzugeben

Und der ultimative Tipp von Christiane Northrup, Autorin des Buches Frauenkörper, Frauenweisheit: Fokus weg von den Geburtsschmerzen, lieber auf den natürlichen Geburtsprozess einlassen und dem nicht in Weg stehen.

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