#56 – Geburtsbericht Nives 3/3: Nachgeburt & Wochenbett

Im dritten und letzten Teil meines Geburtsberichts sprechen wir über das Wochenbett.

Du erfährst u.a.

Geburtsbericht-Wochenbett

💫 Wann & was direkt nach Theresas Geburt passiert ist (inkl. Nabelschnur, Plazenta & erstes Stillen)
💫 Was wir mit der Plazenta gemacht haben
💫 Wie wir unser Wochenbett gestaltet haben & mit Besuchen umgegangen sind
💫 Wie der große Bruder auf das neue Familienmitglied reagiert hat

Ich hoffe, dass du einiges mitnehmen kannst aus meinem Geburtsbericht zum Wochenbett. Als kleines Geschenk verlose ich meine Geburtsgierlande mit 25 Affirmationskarten. Du kannst mitmachen und mit etwas Glück gewinnen, indem du bis Sonntag, 20.02.2022 meinen Podcast auf Spotify oder Apple Podcasts bewertest und mir davon einen Screenshot an nives@mamabynature.de schickst. Die Gewinnerin wird dann auf dem selben Weg von mir verständigt. Ich wünsche dir viel Glück!

Hier sind noch alle Links & Ressourcen, auf die ich in der Podcastfolge verweise:

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Der Podcast ist komplett kostenlos & du kannst ihn dir auf folgenden Podcast-Apps anhören:

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Transkript der Podcastfolge

Heute sind wir im 3. Und somit letzten Teil meines Geburtsberichts angekommen. Wir sprechen über das erste Anlegen, wie lange die Nabelschnur auspulsieren konnte und wann die Plazenta geboren wurde. Außerdem erfährst du, was ich nach der Geburt mit der Plazenta gemacht habe und wie wir unser Wochenbett gestaltet haben. Ich wünsche dir ganz viel Freude bei dieser Folge.

Geburtsbericht Wochenbett

Bevor wir ins Wochenbett starten nehme ich dich nochmal mit an den Tag der Geburt und was sich alles direkt danach abspielte.

 

Wie du ja schon aus der letzten Folge weißt, hab ich mich direkt nach der Geburt zusammen mit meiner Tochter Theresa auf unser Sofa begeben. Dort lag sie auf meiner brust und wir haben erstmal ausgiebig gekuschelt und uns kennengelernt. Das erste Stillen hat bereits nach ca. 5 Minuten stattgefunden und hat ganz natürlich und instinktiv funktioniert.

 

Meine Hebamme hat zwischendurch immer wieder die Nabelschnur gecheckt, ob sie noch einen Puls fühlt. Ca. 20 Minuten nach der geburt gab sie dann grünes Licht und meinte, wenn wir wollen, dann können wir jetzt die Nabelschnur durchschneiden. Das hat dann, genauso wie bei Johan, der Papa gemacht.

 

Nach ca. 45 Minuten wurde die PLazenta geboren. Hier haben wir ein bisschen nachgehofen. Meine Hebamme gab mir den Tipp, in meine Faust zu pusten, weil das genau die Muskulatur aktiviert, die dafür nötig ist.Und das hat tatsächlich auch super geklappt.

 

Stichwort Plazenta: ich habe mir im Vorfeld in der Apotheke ein Kit besorgt, um PLazenta Globuli herzustellen. Dafür hab ich dann ein Probengefäß mit nach Hause bekommen, wo man ein Stück der Plazenta in einer Flüssigkeit aufbewahrt und wieder in die Apotheke bringt. DArum hat sich dann auch unsere Hebamme gekümmert und alles für die Apotheke vorbereitet. Ich muss dazu sagen, dass ich keine Ahnung hatte, ob bzw. Was es bringt, Plazenta-Globuli herzustellen. Aber ich hab immer wieder mal davon gehört und fand es interessant. Darum dachte ich mir, probieren geht über studieren und ich hab’s also einfach mal gemacht.

 

Ungefähr 2 Stunden nach Theresas Geburt wurde sie dann erstmal gewogen und gemessen. Sie war übrigens noch immer wach, sie hatte zu dem Zeitpunkt schon einige Male getrunken und fand das alles wohl ziemlich spannend und aufregend. Unser Kinderarzt wurde auch von unserer Hebamme informiert, dass er sich zur ersten Untersuchung dann bei uns meldet. Die ist hier in Österreich innerhalb der ersten Lebenswoche angesetzt, in DE sind es 10 Tage.

 

Natürlich hat unsere Hebamme auch immer wieder nach mir gesehen, meine Tempertaur und meinen Blutdruck gemessen und mich nochmal nach eventuellen Geburtsverletzungen untersucht. Zum Glück hatte ich diesmal keine Verletzungen, die genäht werden mussten. Lediglich eine kleine Schürfung, die von ganz allein heilte.

 

Ungefähr 3h nach der Geburt nahm ich im Beisein meiner Hebamme meine erste Dusche und sie hat sich dann auch schon verabschiedet. Kurze zeit später kam dann auch schon Theresas großer Bruder Johan mit dem Opa nach Hause.

 

Das erste Zusammentreffen war wirklich sehr süß, wir haben es auch auf Video festgehlten. JOhan war anfangs noch sehr zurückhaltend und schüchtern und vorsichtig. Es hat nicht lange gedauert und er ging dann zu ihr und gab ihr sofort ein Küsschen, das war so lieb. Es war ja bereits die Nacht vorher schon ziemlich emotional, da war er sehr anhänglich und weinerlich, als wir ihn ins Bett brachten. Als hätte er gewusst oder irgendwie gespürt, dass das unsere letzte Nacht zu Dritt sein würde.

 

Jedenfalls waren wir dann alle vereint und der Opa war auch noch so nett und hat uns Pizza vorbeigebracht. Das hab ich mir gewünscht, nachdem ich die Wochen zuvor ja auf Weißmehl und Zucker verzichtet hatte. Darauf hab ich mich so richtig gefreut.

 

Die erste Nacht haben wir dann so verbracht, dass Johan mit dem Papa wie gehabt im Familinebett geschlafen hat und ich hab mich mit Theresa ins Kinderzimmer zurückgezogen. Ich war zwar noch immer so aufgedreht, dass ich nicht viel schlafen konnte. Aber Theresa hat bereits relativ gut geschlafen und ist nicht oft aufgewacht bzw. Halt nur, um zu trinken, und hat dann direkt weitergeschlafen.

 

Die Plazenta haben wir übrigens erstmal im Kühlschrank aufgehoben um sie dann ein paar Tage später im Wald zu vergraben. Da wir keinen eigenen Garten haben, erschien uns das als ein schönes Ritual, dass Theresa im benachbarten Wald einen Baum hat, wo die Plazenta begraben wurde und wohin wir jederzeit wieder hinkommen können.

 

Aja, vorher haben wir aber noch mit unserer Hebamme zusammen einen, oder besser gesagt zwei, schöne Plazentaabdrücke auf Leinwand gemacht. Das ist wirklich eine sehr schöne Erinnerung und ich freue mich jedes Mal wieder darüber, wenn ich das Plazenta-Bild ansehe… und Theresa später sicherlich auch.

 

Dann kommen wir zum Wochenbett. Wie du ja vielleicht weißt, muss die Gebärmutter erstmal heilen, egal, wie dein baby geboren wurde. An der Stelle, wo die PLazenta war, ist eine Wunde, die verheilen muss und darum gibt es den sogenannten Wochenfluss, wo Blut und Wundsekret ausgestoßen wird, ähnlich wie bei einer regelblutung aber schon um einiges stärker. Der Wochenfluss kann bis zu 6 oder 8 Wochen dauern, bei mir war das Ganze nach zwei Wochen bereits abgeklungen. Dazu habe ich freundlicherweise die Wochenbetteinlagen von the weeks zur Verfügung gestellt bekommen und das sind, glaube ich, die weichsten Binden, die ich jemals gesehen bzw. gespürt habe. Ich verlink dir die Einlagen in den Shownotes, da bekommst du auch einen Rabatt, wenn du selbst welche bestellen magst.

 

Ich hatte direkt nach der Geburt mit Hämorrhoiden zu kämpfen und auch das ist typisch, allein schon durch die Schwangerschaft wird das begünstigt und bei einer Geburt dann nochmal mehr. Aber ich hab dir ja von dem Sitzbad erzählt, dass ich mir für’s Wochenbett gekauft habe und das hat wirklich wunder gewirkt. Das war nämlich nicht nur total angenehm und für die generelle Wundheilung förderlich, sondern ließ auch mein Hämorrhoiden-Problem ganz plötzlich wieder verschwinden. Für den Toilettengang nach der Geburt empfehle ich dir auf jeden Fall, dass du dir eine Flasche oder ein großes Glas mit Wasser neben das Klo stellst und damit nachspülst, sodass der Urin nicht brennt auf eventuellen Wunden. Und die Geburtstatmung empfehle ich ja auch immer wieder für die erste Zeit nach der Geburt, damit man sich beim Stuhlgang nicht allzu sehr anstrengen muss. Pressen ist ja ohnehin nicht förderlich für den beckenboden, aber nach der geburt schon gar nicht, wenn man eh vielleicht sogar Schmerzen hat von eventuellen verletzungen oder einer Naht.

 

Ca. 3 Tage nach der Geburt stellte sich dann ein regelrechtes Hormonchaos bei mir ein. irgendwie war alles blöd und Trotz Traumgeburt habe ich wirklich jedes Detail meiner Geburt hinterfragt. Dazu kommt dann noch der Milcheinschuss mit kaltem Schweiß und Schüttelfrost in der Nacht. Aber das ist alles ganz normal und geht zum Glück genauso schnell wieder, wie es gekommen ist. Es sind die Hormone, die sich umstellen und eine leichte depressive Verstimmung, schlechte Laune und Gereiztheit verursachen kann.

 

Auch ungefähr 3 Tage dauerten bei mir die sog. “Nachwehen”, also die Wellen, die dein Körper nach der Geburt produziert, damit sich die Gebärmutter wieder auf die ursprüngliche Größe zurückbildet. Das muss man sich mal vorstellen: über 9 Monate ist deine Gebärmutter gewachsen und dann kommt dein Kind und innerhalb von 3 tagen bildet sich die Gebärmutter wieder zur (fast) ursprünglichen Größe zurück. WOW!

Und das kann man spüren, vor allem beim 2. Kind, da sind diese Kontraktionen noch intensiver wie beim 1. 

 

Mein beckenboden hat sich vergleichsweise schnell erholt. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Geburt, bzw. vor allem die Geburtsphase, sehr schnell verlief und in der aufrechten Position ohne allzu große Anstrengungen geboren wurde, also ohne großartigem Pressen. ABER leider wehrte das nicht allzu lange, denn Theresa wollte in den ersten 8 Wochen ausschließlich getragen werden. Und während das anfangs noch kein problem war, hat sich das mit ihrem zunehmenden Gewicht dann doch ganz schön angehängt, sodass ich nach ca. 8 Wochen dann Beckenbodenschmerzen bekam. Glücklicherweise habe ich dann den wundervollen Beckenboden-Kurs von Katrin Klingenberg angefangen, sodass ich ganz gemütlich und flexibel von zuhause aus jetzt regelmäßig mein Beckenbodentraining mache. Auch hier meine ganz klare Empfehlung, einen entsprechenden Rückbildungskurs zu machen. Sehr gerne natürlich den Beckenbodenpower-Kurs von Katrin, auch diesen verlinke ich dir in den Shownotes und du erhältst einen Freundschaftsrabatt, wenn du ihn auch machen willst.

 

Dann zu den Besuchen: Für den ersten (externen) Besuch war ich nach ca. 8 Tagen bereits. Die Oma und der Opa durften natürlich schon früher kommen, aber ich habe bemerkt, dass es für mich zB noch viel zu früh war, dass Theresa von der Oma so lange gahlten wurde. Darum hab ich das bei den zukünftigen besuchen eine ganze Zeit lang nicht zugelassen und sie immer in meinen Armen gehalten. Sie sollen ja auch erstmal Mama und Papa und die Kernfamilie sozusagen kennenlernen und nicht unnötig verwirrt werden durch andere Gerüche.

 

Aber nach 8 Tagen kamen uns dann wirklich gute Freunde besuchen, wie gesagt, ohne Tragen von Theresa, also nur gucken und auch ohne weitere Kinder, das war mir noch zu viel und auch wegen der Keime. Wir haben das auch erstmal bei einem Besuch pro Woche belassen, da ich im Nachhinein gemerkt habe, dass es mich schon noch sehr anstrengte, so angenehm ich es in dem Moment auch fand. Die besuche mussten sich auch immer gleich die Hände waschen nach ihrer Ankunft und einen Coronatest zuvor gemacht haben. 

 

Geplant hätten wir eigentlich, nach 1 Woche eine Wochenbett-Fotoshooting zu machen. Da die Fotografin aber krank wurde, hat sich das dann um eine Woche verzögert. Und das war einfach sooo schön. Ich hatte schon Sorge, dass es “zu spät” war, aber im Nachhinein betrachet, bin ich so froh, dass wir es noch gemacht haben, weil Theresa schon wenige Wochen später bereits ganz anders aussah. Und 2 Wochen nach der Geburt sehen die Babys wirklich noch so “frisch geschlüpft” aus. Das festzuhalten von einer professionellen Fotografin, war die beste Entscheidung. Sie war ca. 2h be3i uns zuhause, ganz gemütlich an einem Sonntag vormittag, und wir haben uns nichts besonderes angezogen oder überlegt, sondern wollten einfach unseren “neuen” Alltag einfangen. Und das ist wirklich sehr gut gelungen und kann ich von herzen weiterempfehlen, solche einzigartigen Momente für die Ewigkeit festzuhalten. Ich werde im Laufe der kommenden zwei Wochen einige davon auf Instagram in den Storys teilen, also schau unbedingt unter @mamabynature.de vorbei.

 

3 Wochen nach der Geburt hab ich mir  dann die 2. Corona-Impfung geholt. ICh wollte mich ja ursprünglich nicht in der Schwangerschaft impfen lassen, da ich relativ wenig Kontakte hatte und darum ein geringes Risiko. Aber da Johan in der Kita doch ziemlich exponiert wurde, hatte ich in den letzten Wochen dann ein ungutes Gefühl und hab mich nach Rücksprache mit Frauenarzt und Hebamme noch impfen lassen. Den 2. Stich haben wir aber bewusst aufgeschoben, weil der ansonsten in der Geburtszeit stattgefunden hätte.  Und womögliche Nebenwirkungen oder Impfreaktionen während der Geburt wollten wir natürlich vermeiden.

 

Zum Schluss noch ein paar Worte zum (neuen) Alltag mit zwei Kindern. Johan ist ja nun schon fast 4 und hat seine kleine Schwester von Anfang an ins Herz geschlossen. Trotzdem stand für ihn die Welt ganz plötzlich Kopf. Fast vier Jahre lang hatte er jederzeit die volle 100%ige Aufmerksamkeit von Mama UND Papa und nun musste er vor allem die Mama oftmals teilen. So sehr ich mich auch bemüht habe. Ein kleines Baby trinkt nunmal sehr viel am Anfang und in der Zeit muss der große Bruder mit dem Papa vorlieb nehmen oder eben warten. Auch das Bettgehritual hat sich verändert und wir sind entweder zu Viert oder Johan mit seinem Papa zu Zweit, zumindest anfangs. 

 

Er war zwar immer total zuckersüß zu Theresa, aber die ersten 6 Wochen merkte man schon an seinem Verhalten, dass er ganz schön zu kämpfen hatte mit der Umstellung. Er war einfach sehr fordernd uns Eltern gegenüber. Ich glaube, er wusste selber nicht so genau, wie ihm geschieht. Wir haben ihn durch diese Phase sehr liebevoll begleitet, obwohl es natürlich auch für uns eine schwierige Zeit war. Was geholfen hat war, dass wir ihn so oft wie möglich eingebunden haben in die neuen Aufgaben mit Theresa und er auch weiterhin seine regelmäßigen Opa und Oma Zeiten bekam, wo er ja weiterhin der einzige und die unangefochtene Nr. 1 war. Das war kein Abschieben oder so sondern hat ihm wirklich richtig gut getan. Diese zeit genießt er nach wie vor in vollen Zügen, weil dort alle normal ist… so wie früher halt.

 

Fazit Geburtsbericht Wochenbett

Für das Wochenbett empfehle ich dir, euch wirklich Zeit zu nehmen um erstmal als Familie anzukommen. Setz dich nicht unter Druck, irgendwas schaffen zu müssen, sondern hör auf deinen Körper und gib ihm Zeit, das alles erstmal zu verarbeiten, körperlich sowie psychisch. Der Haushalt kann warten und das Kochen sollte auch jemand anderes für dich übernehmen. Du hast jetzt erstmal anderes zu tun. 

Wenn es dir nicht gut geht, dann nimm auch das an, denn es ist bis zu einem gewissen Grad ganz normal, weil deinem Hormone einfach verrückt spielen und auch du erstmal die neue Situation integrieren musst. Zögere aber nicht, dir Hilfe zu suchen, wenn es dir nicht gut geht.

Heute hast du den letzten Teil meines Geburtsberichts gehört. Von den ersten Tagen mit Wochenfluss und Stimmungsschwankungen über die Zeit der ersten Besuche bis hin zum neuen Alltag mit zwei Kindern. Zum Abschluss dieser kleinen Serie habe ich noch eine Überraschung für dich. Ich verlose meine Geburtsgierlande mit meinen Affirmationskarten. Bewerte bis zum 20.02.2022 meinen Podcast auf ApplePodcasts oder Spotify und schicke mir davon einen Screenshot an info@mamabynature.de. Ich werde die Gewinnerin dann auf demselben Weg per E-Mail benachrichtigen. Ich wünsch dir viel Glück!

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