Special für Geburtsbegleiter: Wie du deine Partnerin bei der Geburt unterstützen kannst

Diese Folge ist speziell für die Geburtsbegleiter. 

 

Du erfährst in dieser Podcastepisode u.a.

💫 Wie du dich gemeinsam mit deiner Partnerin auf die Geburt vorbereiten kannst

💫 Was für dich als Geburtsbegleiter wichtig ist, über die Geburt zu wissen

💫 Konkrete Tipps, wie du deine Partnerin wirklich unterstützen kannst, sodass ihr gemeinsam gestärkt aus dieser Erfahrung hervorgeht

Ich hoffe sehr, dass dir diese Folge zeigt, dass du als Geburtsbegleiter eine sehr wichtige Rolle einnimmst und einen echten Unterschied für deine Partnerin bewirken kannst.

Wenn du dich gemeinsam mit deiner Partnerin mental auf die Geburt vorbereiten und die Methoden & Techniken von HypnoBirthing erlernen möchtest, dann komm gerne in meinen neuen Online-Kurs Stark in die Geburt 2.0, der am 13.09.2021 startet. Hier kannst du dich kostenlos & unverbindlich in die Warteliste eintragen.

Auch Instagram Account gibt es diese Woche auch wieder Posts zu der aktuellen Folge.  Ich freu mich, dich dort zu sehen und von dir zu hören.

Den Podcast kannst du dir kostenlos in allen Podcast-Apps anhören:

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Transkript der Podcastfolge

Halli Hallo & schön, dass du da bist beim Mama by nature Podcast zur Mentalen Geburtsvorbereitung. Empowerment für deine Schwangerschaft & Geburt

 

Mein Name ist Nives Haag, ich bin HypnoBirthing-Trainerin & Hypnose-Coach und Mama, und ich unterstütze dich dabei, mit Mentaler Geburtsvorbereitung eine positive & bestärkende Geburt zu erleben.

 

Die heutige Folge ist speziell an die Geburtsbegleiter gerichtet. Wenn du also Partner oder Partnerin, Papa oder auch Freundin/Schwester oder Mama bist, die eine werdende Mama zur Geburt begleiten wird, dann ist diese Folge genau für dich. Du erfährst heute, wie du dich entsprechend auf die Geburt vorbereiten kannst, um auch wirklich eine Unterstützung für die werdende Mama zu sein. Und du bekommst auch Tipps an die Hand, was du ganz konkret für die Gebärende während der Geburt tun kannst.

Ich wünsch dir ganz viel Spass beim Reinhören!

Special für Geburtsbegleiter: Wie du deine Partnerin bei der Geburt unterstützen kannst

Ich begrüße dich ganz herzlich, lieber Papa, Partner oder auch Partnerin, Schwester, Freundin, Mama – ich nenne dich heute einfach mal Geburtsbegleiter und spreche damit alle Geschlechter an.

 

Ich habe in der Vergangenheit sehr viele Anfragen dazu erhalten, wie du, lieber Geburtsbegleiter, die werdende Mama optimal bei der geburt unterstützen kannst. Und darum habe ich dir jetzt eine eigene Folge gewidmet.

 

Zuerst einmal möchte ich dir sagen, dass ich aus meiner Erfahrung weiß, dass auch du bzw, die meisten von euch Ängste haben und unsicher sind. Die meisten Ängste kommen daher, dass die Geburtsbegleiter oft nicht wissen, was sie tun können und sich daher auf eine gewisse Art und Weise hilflos fühlen. 

 

Oft sind die Geburtsbegleiter nicht so tief drin im Thema und sehen nur oberflächlich von Außen, was da gerade passiert. Und haben dann vielleicht das Gefühl, sie wollen der werdenden Mama helfen, aber können es nicht oder wissen zumindest nicht wie.

 

Meiner Erfahrung nach fehlt vor allem den Männern auch oft das Wissen, wie eine Geburt tatsächlich abläuft oder ablaufen kann. Viele Geburtsbegleiter kennen nur das klassische, meist aber falsche Bild aus Film und Fernsehen, wo die Frau am Rücken liegt und unter lautem Schreiben ihr Kind herauspresst. Das heißt, das erste Aha-Erlebnis, zumindest in meinen Kursen, ist oft tatsächlich das erste Geburtsvideo, dass die Männer sich ansehen. Und dann ganz oft feststelle: Oh, wow, so sieht also eine echte Geburt aus…

 

Manchmal stell ich auch fest, dass die Partner oft sogar noch ängstlicher sind als die Frauen selbst, weil sie sich mit dem Thema noch nie so richtig auseinandergesetzt haben. Sehr oft steckt hier noch der Glaubenssatz drin, dass Geburt per se etwas gefährliches ist.

 

Vorbereitung:

Das heißt mein erster Tipp ist hier tatsächlich: Informieren und miteinander sprechen!

 

Informieren kannst du dich entweder ganz selbstständig über diverse Medien, also Blogs, Podcasts oder Bücher oder Videos. Oder du machst gemeinsam mit deiner Partnerin einen Geburtsvorbereitungskurs oder HypnoBirthing Kurs. Da werden die Geburtsbegleiter ganz gezielt miteinbezogen und lernen alles, was man wissen muss in Bezug auf die Geburt und auch, wie sie aktiv unterstützen können.

 

Und miteinander Sprechen zielt darauf ab, dass du dir mal darüber im Klaren wirst, was sich deine Partnerin für die Geburt wünscht und was auch ihre Erwartungen dir gegenüber sind.

 

Und bitte sei dir stets bewusst, dass auch, wenn deine Partnerin eine ziemlich genaue Vorstellung davon hat, was sie sich bei der Geburt wünscht und von dir erwartet, dass es genauso sein kann, dass es während der geburt dann doch anders der Fall ist. Zum Beispiel: deine Frau wünscht sich, dass du sie während der Geburt massierst und streichelst. Tatsächlich kann es aber sein, dass sie während der Geburt dann nicht angefasst werden möchte. Das ist ganz normal und sollte dich nicht weiter beunruhigen. Also es ist normal, bei der Geburt etwas anderes zu wollen als vorher gedacht und es wäre auch genauso normal, wenn man nicht angefasst werden möchte. Schau hier einfach, dass du flexibel bleibst und so gut wie möglich auf das eingehst, was deine Frau jetzt braucht.

 

Geburt:

Wenn sich die werdende Mama mit HypnoBirthing vorbereitet, solltest du auch wissen, dass sie sich vielleicht in Trance befindet oder das gerne möchte. Hier kannst du sie unterstützen, indem du ihr einerseits den Rücken freihältst und alle organisatorischen Dinge für sie übernimmst, wie zB Aufnahmegespräch, Fragen der Hebamme, leibliches Wohl, Licht, Kissen, Musik usw. Und andererseits kannst du sie gezielt unterstützen, indem du darauf achtest, ob sie gerade irgendetwas braucht. Vielleicht kommt sie nach dem Ortswechsel in die Klinik aus ihrer Entspannung raus, dann kannst du ihr helfen, wieder reinzukommen. Hier empfiehlt es sich, dass ihr vorher ein paar Techniken zusammen geübt hat. So kannst du ihr vielleicht mit der Entspannungsatmung zw. Den Wellen helfen und für sie mitzählen und mit ihr mitatmen. Oder du setzt einen Anker. Oder du wendest die Light-Touch-Massage an. 

 

Wichtig ist auch, dass du nicht zu viele Fragen stellst, ob oder was sie jetzt brauchen könnte. Besser wäre es, wenn du ganz achtsam beobachtest und ihr relativ subtil anbietest, indem du zB eine frische Tasse Tee in die Nähe stellst oder ihr zw. Den Wellen mal etwas zu Trinken gibst, wenn du das Gefühl hast, jetzt wäre es wieder mal soweit. Hier ist Feingefühl gefragt, aber ich bin mir sicher, dass ihr einen gemeinsam  Rhytmus finden werdet. Schließlich kennt ihr euch ja ganz gut…

 

Bitte bedenke, dass sich deine Frau in einem absoluten Ausnahmezustand befindet, wo sie wirklich all ihre Kräfte benötigt. Deine Aufgabe ist es, ihr Fels in der Brandung zu sein. Auch, wenn eine Situation auf dich vielleicht beunruhigend wirken mag, solltest du dir nichts anmerken lassen, weil sie das nur selbst beunruhigen würde. 

 

Die Geburt ist ein Ereignis, dass die Natur schon ganz gut geregelt hat. Wir Frauen sind mit einem Körper ausgestattet, der in aller Regel die Geburtsarbeit von ganz allein perfekt beherrscht. So lange wie ihn machen lassen. D.h. das Ziel sollte sein, dass seine Frau so gut wie möglich bei sich und ihrem Körper und ihrem oder eurem baby sein kann. Und nicht ins rationale Denken, also im Kopf ist. Alles, was Entscheidungen, Analysieren oder Bewerten betrifft, ist bei der Geburt für die Frau hinderlich. Halte jegliche Störung von ihr fern.

 

Damit das alles so möglich, halte ich es für sinnvoll, wenn du dich genauso positiv und mental auf die Geburt vorbereitest wie die werdende Mama. Es bringt wenig, wenn die Frau mental stark in die Geburt geht und zuversichtlich und voller Vertrauen ist, wenn du es nicht auch bist. Das heißt, wenn du selbst von deinem Mindset her noch nicht da bist, wo deine Partnerin ist bzw. Wo sie dich braucht, damit du eine echte Stütze sein kannst, dann arbeite auch du an deinen Glaubensätzen. Setze auch du dich mit dem Thema Geburt und Mentale Geburtsvorbereitung auseinander. Hör dir meinen Podcast an, oder lies ein Buch zu dem Thema. Auch wenn du am Ende nicht derjenige bist, der das Kind zur Welt bringt, ist es dennoch wichtig, dass auch du das entsprechende Mindset, also eine positive Haltung ggü. Der Geburt mitbringst. Und auch selbst daran glaubst, dass deine Frau im Stande ist, eine Geburt zu schaffen und daran wachsen zu können.

 

Neben dem Mindset, dass du dir selbst aneignen solltest, ist es wie gesagt auch von Vorteil, wenn du ein, zwei Techniken kennst, die du bei deiner Partnerin anwenden kannst. Lass dir von deiner Partnerin zeigen, welche Techniken sie geübt hat und bei der Geburt anwenden möchte. Und schau, dass du sie unterstützen kannst, sollte sie das während der Geburt benötigen.

 

Ich fasse nochmal zusammen:

  1. Für die Vorbereitung empfehle ich einen gemeinsamen Geburtsvorbereitungskurs oder noch besser einen HypnoBirthing Kurs, den ihr idealerweise wirklich zusammen macht. Sieh es nicht als “lästige” Pflicht sondern als einmalige gelegenheit, in Kontakt mit deinem ungeborenen Baby zu kommen und ihr beide euch auch als Paar nochmal anders kennenzulernen.
  2. Falls das nicht in Frage kommt, dann informier dich selbstständig über die Geburt, sodass du weißt, wie eine Geburt in etwa ablaufen kann und was dich erwarten könnte (zB Geburtsvideo, Buch usw.).
  3. Spreche mit deiner Partnerin über ihre Geburtswünsche damit du sie am Geburtsort kommunizieren kannst und auch über ihre Erwartungen an dich. Und lass dir von ihr zeigen, wie sie sich vorbereitet und wie diese Techniken angewendet werden.
  4. Löse deine eigenen negativen Glaubenssätze über die Geburt auf, damit auch du mental stark in die Geburt gehst

 

Für die Geburt selbst lauten meine Tipps:

 

  1. Kümmere dich um alles Organisatorische und halte ihr den Rücken so gut wie möglich frei, damit sie bei sich und in ihrer Konzentration bleiben kann. Sei ihr Fels in der Brandung, der ihr stets stark zur Seite steht. Stelle keine Fragen und fordere keine Entscheidungen. Halte Störungen fern, bleib selbst ruhig.
  2. Kümmere dich um leibliches Wohl, hilf ihr bei Geburtspositionen, wo es nötig ist, richte Kissen, massiere und streichle sie, wenn sie das möchte. Akzeptiere es, wenn sie es nicht möchte. Geh so gut wie möglich auf sie und ihre Wünsche ein.
  3. Helfe ihr mit ihren Atem- und Entspannungstechniken, sollte die Unterstützung benötigen. Atme oder zähl mit ihr mit, löse einen Anker aus oder kümmere dich um den entsprechenden Duft oder die Musik. 

 

Special für Geburtsbegleiter: Wie du deine Partnerin bei der Geburt unterstützen kannst

 

Ich hoffe, ich konnte dir einen kleinen Einblick geben, wie du deine Partnerin am besten vor und während der Geburt unterstützen kannst, sodass du und die werdende Mama gestärkt aus dieser Erfahrung hervorgehen könnt. Du weißt jetzt auch, dass deine Rolle bei der Geburt eine sehr wichtige ist und dass du einen echten Unterschied bewirken kannst.

 

Wenn du dich gemeinsam mit deiner Partnerin mental auf die Geburt vorbereiten und die Methoden & Techniken von HypnoBirthing erlernen möchtest, dann komm gerne in meinen neuen Online-Kurs Stark in die Geburt 2.0, der am 13.09.2021 startet. Ich verlinke dir die Warteliste in den Shownotes.

 

Ich freue mich, wenn ich dein Interesse wecken konnte und wir uns bald wieder hören. Bis dahin, alles Liebe & Tschüss. Deine Nives von Mama by nature.

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