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Viele schwangere Frauen stellen sich die Frage, wen sie bei der Geburt an ihrer Seiten haben möchten. Oftmals ist es der Partner bzw. der Vater des Kindes. Manchmal ist es aber auch nicht so eindeutig. Einerseits wünscht sich die werdende Mama eine mentale Unterstützung, andererseits kann man im Vorhinein schwer einschätzen, wie viel Unterstützung der Partner dann tatsächlich in dieser Situation ist. Auch der Partner selbst ist oftmals überfordert und weiß nicht so genau, was er/sie überhaupt tun kann, um die Frau bestmöglich zu unterstützen.

Die Geburt kann ein sehr bereicherndes Erlebnis sein, dass die Partnerschaft nochmal auf eine ganz andere Stufe hebt. Viele Paare berichten z.B. davon, dass die Geburt ihres Kindes sie noch mehr zusammengeschweisst hat. Aber wie wählst du nun deinen geeigneten Geburtsbegleiter aus? Und was solltest du dabei beachten?

Aufgaben des Geburtsbegleiters

Zu den Aufgaben des Geburtsbegleiters gehört es, dass er/sie sich um alles Organisatorische während der Geburt kümmert. Im Idealfall spricht sie/er mit dem betreuenden Personal am Geburtsort und beantwortet Fragen, sodass du ungestört bist und dich entspannen kannst. Die Geburtsbegleitung kümmert sich auch um dein leibliches Wohl, sei es dir regelmäßig etwas zu Trinken oder auch zu Essen anzubieten, oder dir Kissen zu bringen, dich zu massieren und dich an den Toilettengang zu erinnern. Natürlich könnt ihr hier noch unzählige andere Dinge vereinbaren, die dich bei der Geburt unterstützen und die dir explizit angeboten werden können, wie z.B. Geburtspositionen oder Atemtechniken.

Die Geburtsbegleitung ist auch dafür zuständig, dass die Atmosphäre für dich so angenehm wie möglich ist, dass also das Licht gedimmt wird, deine gewünschte Musik gespielt wird oder ein bestimmtes Ätherisches Öl zum Einsatz kommt. Nicht zuletzt kann die Geburtsbegleitung auch eine mentale Unterstützung sein, indem sie Hypnosen oder Affirmationen vorliest oder bestimmte Tiefenentspannungstechniken mit dir anwendet.

Auswahl des richtigen Geburtsbegleiters 

Grundvoraussetzung für eine unterstützende Geburtsbegleitung ist, dass beide das möchten. Sowohl du als auch der/die Auserwählte müssen nicht nur damit einverstanden sein, sondern ein echtes Interesse daran haben, eine aktive Rolle im Geburtsverlauf einzunehmen. Du kannst dir selbst und auch der anderen Person z.B. folgende Fragen stellen:

  • Seid ihr euch vertraut genug, so dass du dich während der Geburt fallen lassen kannst?
  • Ist die Geburtsbegleitung verlässlich und verfügbar in dem Zeitraum, in dem das Kind kommen kann?
  • Ist die Geburtsbegleitung in der Lage, dir den Rücken freizuhalten und sich um dich und alles organisatorische drumherum zu kümmern?
  • Hat die Geburtsbegleitung eine beruhigende Wirkung auf dich bzw. ist sie in der Lage, dich zu entspannen.

Solltest du an der Stelle noch Zweifel haben, ob dein Partner wirklich all diese Kriterien erfüllt und auch allen Aufgaben gewachsen ist, gibt es auch noch die Möglichkeit dir Unterstützung durch eine Doula zu holen. Eine Doula ist eine nicht-medizinische, seelische Unterstützung der Gebärenden während der Geburt und weicht nicht von deiner Seite. Sie ist ausschließlich für dich und dein Wohlergehen da. Entgegen meiner ursprünglichen Annahme, kann eine Doula auch eine prima Ergänzung zur Geburtsbegleitung sein. Es ist also kein Entweder/Oder, sondern kann deinen Partner nochmal zusätzlich entlasten und Druck von ihm nehmen, indem (auch) eine Doula für dich sorgt. Wenn du dich für eine Doula interessiert, schau gerne bei meinen Kolleginnen auf Gebärmütter.de vorbei.

Geburtsvorbereitung mit dem Geburtsbegleiter

Hast du nun jemanden gefunden, wo du all die obigen Fragen mit Ja beantworten kannst? Super, dann könnt ihr euch im nächsten Schritt gemeinsam auf die Geburt vorbereiten.

Es gibt viele Möglichkeiten, wie du dich gemeinsam mit deinem Geburtsbegleiter auf die Geburt vorbereiten kannst. Dabei ist es wichtig, dass ihr euch früh genug darüber austauscht, was deine Wünsche und Erwartungen für die Geburt sind. Wo möchtest du das Kind zur Welt bringen? Wie kommst du dahin? Was benötigst du alles dafür und wo sind die Sachen zu finden? Wie möchtest du auf körperlicher aber auch mentaler Ebene unterstützt werden?

Eine gute Gelegenheit, sich über all diese Dinge bewusst zu werden ist ein gemeinsamer Geburtsvorbereitungskurs wie z.B. ein HypnoBirthing Kurs. Dort bekommt ihr all das Wissen vermittelt, das ihr über die Geburt und über verschiedenste Methoden zur Unterstützung der Gebärenden wissen solltet. Ihr könnt aber auch jetzt sofort damit anfangen, euch in Bezug auf die Geburt noch besser kennenzulernen.

Wunschgeburt aufschreiben

Eine schöne Übung ist es, dass ihr beide unabhängig voneinander aufschreibt, wie die Geburt idealerweise ablaufen wird. Dabei könnt ihr gerne so viele Details wie möglich aufgreifen und eine schöne Geschichte daraus machen. Am Ende lest ihr euch eure Geburtsgeschichte gegenseitig vor und tauscht euch darüber aus, was euch so gut daran gefällt und warum es euch wichtig ist.

Ängste aufschreiben

Eine andere Übung, um euch in diesem Zusammenhang noch ein Stückchen besser kennenzulernen, ist es, eure Ängste in Bezug auf die Geburt niederzuschreiben. Jeder schreibt für sich seine Ängste nieder und bewertet diese Ängste auf einer Skala von 1-5. Oftmals denkt man im Vorhinein, man kennt bereits alle eigenen Ängste und die der Geburtsbegleitung. In vielen Fällen kommen bei dieser Übung aber nochmals ganz neue Unsicherheiten und Befürchtungen ans Tageslicht, die man vorher noch nicht kannte und die einander noch ein Stück besser verstehen lassen.

Fazit

Geburtsbegleiter zu sein ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Damit ihr euch als Geburtsteam bestmöglich ergänzt, solltet ihr euch in jedem Fall gemeinsam auf das große Ereignis vorbereiten, sodass eure Wünsche und Erwartungen auch berücksichtigt werden können. Ziehe auch gerne noch zusätzliche Unterstützung wie z.B. durch eine Doula in Erwägung. So kannst du dir sicher sein, jemanden an deiner Seite zu haben, die dir bestmöglich den Rücken freihält, sodass du dich voll und ganz dir und deinem Baby widmen kannst.

Möchtest du noch mehr Inspirationen und Tipps zum Thema Mentale Geburtsvorbereitung? Dann komm super gerne in meine kostenlose Facebook-Gruppe Mentale Geburtsvorbereitung. Dort findest du gleichgesinnte Mamas, mit denen du dich austauschen kannst und bekommst regelmäßig wertvolle Impulse von mir.

Wenn du noch tiefer in das Thema einsteigen möchtest, abonniere gerne meinen Newsletter und erhalte mein 12-seitiges PDF zum Thema “5 Dinge, die du JETZT für deine angstfreie Geburt tun kannst“. Wenn du noch tiefer in das Thema einsteigen möchtest, dann komm gerne in mein Online-Programm „Stark in die Geburt – Mentale Geburtsvorbereitung mit HypnoBirthing„. Dort lernst du all das hier beschriebene und noch viel mehr. Wir starten ein Mal im Monat. Ich würde mich riesig freuen, dich persönlich kennenzulernen.