Wie du trotz Corona zuversichtlich in die Geburt gehst

Aus aktuellem Anlass widmen wir uns in dieser Folge dem Thema Corona in Bezug auf die Geburt. Wir sprechen darüber

  • Was du konkret tun kannst, um in turbulenten Zeiten wie diesen gelassen & zuversichtlich zu bleiben
  • Wie du dich in unplanbaren Zeiten trotzdem gut auf die Geburt vorbereiten kannst
  • Mit welcher Einstellung es dir leichter fallen wird, die aktuellen Umstände anzunehmen
  • Wie du die Geburt auch ohne deine*n Partner*in positiv & bestärkend erleben kannst

 

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Intro & Outro Musik: gemafreie Musik von www.frametraxx.de.

Transkript der Podcastfolge

Corona begleitet uns ja nun schon eine Weile. Während im Frühjahr alles noch ganz neu war und unsere Batterien noch voll, sind wir in der Zwischenzeit alle etwas müde geworden. Wir merken nun, dass unser Atem noch eine Weile länger anhalten muss und uns ein langer Winter bevorsteht.

Gleichzeitig nimmt die Akzeptanz der Maßnahmen fast überall ab.

 

Während es über den Sommer etwas ruhiger geworden ist kommt es aktuell wieder zu strengeren Maßnahmen und Einschränkungen. Aufgrund von Corona, aber auch die alljährliche Grippewelle sind bereits viele Krankenhäuser wieder überfüllt und es müssen weiterhin Schutzmaßnahmen getroffen werden, damit sich nicht noch mehr Menschen mit dem Virus infizieren. Vor allem das Klinikpersonal ist durch den regelmäßigen Kontakt mit so vielen Menschen besonders gefährdet. 

 

Viele Einrichtungen verschärfen jetzt wieder ihre Sicherheitsmaßnahmen und es sind nur noch unbedingt notwendige Personen im Krankenhaus und auch im Kreißsaal zugelassen. Das bedeutet, dass alle Eltern derzeit wieder damit rechnen müssen, dass der Vater bzw. der/die Geburtsbegleiter*in möglicherweise nicht mit zur Geburt darf oder nur in der letzten Phase der Geburt dabei sein darf. Noch häufiger ist damit zu rechnen, dass auf der Wochenbettstation kein „Besuch“ erlaubt ist oder zumindest nur sehr eingeschränkt.

 

Konkrete Schritte: Das kannst du tun

Du hast dich vielleicht schon in deiner Wunschklinik angemeldet und bist darauf eingestellt, dass du dort gemeinsam mit deinem Partner dein Baby bekommen wirst. Eventuell sind derzeit auch die Partner noch zugelassen, jedoch kann sich das von einen Tag auf den anderen ändern. Du weißt nun nicht, was du machen sollst, weil du keine Gewissheit über die aktuelle Situation am Tag der Geburt hast. Wahrscheinlich bist du unsicher und traurig darüber, dass dein*e Partner*in vielleicht nicht bei der Geburt eures Kindes dabei sein kann.

Im Prinzip hast du jetzt zwei Möglichkeiten: entweder du lenkst deinen Fokus auf das Problem oder auf die Lösung. Ich schlage vor, dass du dich auf die Lösung konzentrierst. Und dafür habe ich folgende Tipps für dich mitgebracht.

 

1) Passe deinen Plan an

Auch wenn du es noch nicht sicher weißt: Stell dich darauf ein, dass dein*e Partner*in nicht mit in den Kreißsaal darf. Macht euch gemeinsam einen Plan B, wie die Geburt bestmöglich in diesem, neuen Szenario aussehen kann. Überlegt euch z.B. ob eine ambulante Geburt für euch in Frage kommt (und ob eure Wochenbetthebamme dafür zur Verfügung steht). So könnt ihr die gemeinsame Kuschelzeit nur wenige Stunden nach der Geburt wieder alle zusammen vereint genießen.

 

Hinsichtlich der Geburt können dein*e Partner*in und du jedenfalls die Eröffnungsphase zusammen zuhause verbringen. Zusammen könnt ihr euch auf die Geburt einstimmen. Zusammen könnt ihr mit den Wellen wachsen und in sie eintauchen. Zusammen könnt ihr atmen, kuscheln, visualisieren, meditieren und was auch immer du sonst noch an Tiefenentspannungstechniken geübt hast und dir gerade guttut. Zusammen könnt ihr lachen. Zusammen könnt ihr Positionswechsel ausprobieren. Zusammen könnt ihr in die Klinik fahren. Und zusammen könnt ihr entscheiden, dass ab einem gewissen Zeitpunkt unter der Geburt nicht mehr dein Partner oder deine Partnerin an deiner Seite ist und dich unterstützt sondern eine Hebamme. Mit ihrer Hilfe wirst du sicher an dein Ziel kommen. Du bist also nicht allein.

 

2) Bleib gelassen und geh in Akzeptanz

Es macht keinen Sinn, in Widerstand zu gehen mit Dingen, die du nicht ändern kannst. Sieh es lieber so: die Maßnahmen sind zu deiner Sicherheit und zur Sicherheit aller anderen. Sie dienen einem höheren Zweck, dem Wohl der Allgemeinheit. Nimm die neuen Gegebenheiten an und integriere sie in dein Leben. Widerstand erzeugt Stress und den kannst du ganz und gar nicht gebrauchen bei der Geburt.

Es ist auch in dieser Situation so, wie ich es immer schon predige: Lass los von allen  Erwartungen und Idealvorstellungen, geh in Akzeptanz und mit dem Fluss. Gib dich dem Prozess der Geburt hin, egal wie auch immer dieser in deinem speziellen Fall dann aussehen mag. Alles ist gut und richtig genauso, wie es ist.  Es darf so sein. Lass es zu und nimm es an.

 

Und falls dir das noch schwer fallen sollte: sieh es so, wie mit der Vergebung. Wenn du böse bist auf eine Person, weil in der Vergangenheit etwas vorgefallen ist, dass dich verletzt hat, dann bringt es dir nichts, diesen Groll dein ganzes Leben lang mit dir herumzuschleppen. Auch wenn du beschlossen hast, dich von der Person zu trennen, tust du dir selbst einen Riesengefallen, wenn du ihr vergibst. Die Vergebung ist nicht ein Gefallen für die andere Person, sondern für dich. Weil du diejenige bist, die durch die Vergebung sozusagen erlöst wird. 

Und jetzt stell dir vor, Corona… oder die Regierung mit den Maßnahmen sind solche „Freunde“, auf die du böse bist, weil sie dich verletzen. Vergib ihnen! Gib dir selbst den Raum und die Zeit für Traurigkeit und dann vergib ihnen. Du wirst spüren, dass es dir danach besser geht.

 

3) Du schaffst das!

Du kannst alles schaffen! Wenn‘s sein muss, kannst du auch ohne deine*n Partner*in in den Kreißsaal. Du bist stärker als du denkst! Du bist nicht allein. Dein Baby & du, ihr seid das perfekte Team, und ihr macht das zusammen, jederzeit!

 

Die Natur hat es so vorgesehen, dass wir während der Geburt von ganz allein in einen tranceartigen, amnestistischen Zustand gezogen werden. Wenn wir das zulassen, es einfach geschehen lassen, befinden wir uns ganz automatisch in unserer eigenen „Geburtsblase„, wo wir alles rund um uns vergessen. Und genau das ist auch die perfekte Unterstützung für die Geburt. Wir lassen keine äußeren Störungen zu und sind ganz bei uns. Der Verstand und das rationale Denken sind ausgeschaltet, unser Fokus verringert sich immer mehr auf unser Innerstes. Wir konzentrieren uns ganz auf unseren Körper und unser Baby.

 

In diesem Zustand ist unsere äußere Wahrnehmung so stark eingeschränkt, dass wir auch unseren Partner nicht mehr wirklich wahrnehmen. Und wenn wir wollen, können wir unseren Partner einfach „innerlich“ mitnehmen, wenn wir uns in dieser Phase befinden. Am besten, du übst das zuhause ein paar Mal. Richte dir eine Visualisierung zurecht, einen Lieblingsort, einen Kraftort, wo du – gerne gemeinsam mit deinem Partner – während der Geburt sein möchtest. Dort hin kannst du jederzeit reisen. Du brauchst nichts weiter als deine Vorstellungskraft. Energetisch wird dein Partner bei dir sein, egal ob er oder sie auch tatsächlich physisch anwesend ist.

 

Vielleicht mag das für dich ein wenig abstrakt oder esoterisch klingen. Tatsächlich ist es aber so, dass unser Gehirn den Unterschied zwischen Fantasie und Realität nicht kennt. Genau das kannst du dir zunutze machen und mithilfe dieser Visualisierung genau die Hormone ausschütten, die dich während deiner Geburt optimal unterstützen. Egal, ob dein*e Partner*in bei der Geburt nun tatsächlich anwesend ist oder eben nicht.

 

4) Bereite dich vor

 Eine für dich passende Geburtsvorbereitung ist jetzt wichtiger denn je. Falls du einen Geburtsvorbereitungskurs gebucht hast, fällt dieser je nach Wohnort in den meisten Fällen derzeit aus. Aber du musst nicht unbedingt einen Präsenzkurs besuchen, um dich auf die Geburt vorzubereiten. Es gibt mittlerweile so viele, ganz wunderbare Online-Angebote, die mindestens genauso wertvoll & effektiv sind. 

 

Meiner Ansicht nach, ist es dabei gar nicht so wichtig, dass du physisch anwesend bist und mit der Kursleiterin in einem Raum. Viel wichtiger finde ich, dass du eine kontinuierliche, persönliche Begleitung über einen längeren Zeitraum hast. Dazu eignen sich virtuelle Treffen über Zoom genauso wie echte Treffen. Wenig sinnvoll finde ich sogenannte Crashkurse, wo du an einem Wochenende vermeintlich lernst, wie du die Geburt am besten meisterst.

 

Ich sehe Geburtsvorbereitung als Prozess, mit dem man mitwächst und den man Schritt für Schritt üben sollte, und das idealerweise mit einer Begleitung. Auch ich biete einen Onlinekurs an, wo du einerseits Video- und Audioaufnahmen ganz flexibel im eigenen Tempo durcharbeiten kannst. Und andererseits treffen wir uns regelmäßig virtuell in der Gruppe um uns auszutauschen, Fragen zu klären und  Erfolge zu teilen. Das ist mindestens genauso wichtig, trotz Corona diesen direkten Draht zu haben um auch wirklich am Ball zu bleiben.

 

Ich höre immer mal wieder, dass Schwangere sagen, eine GVK bringt nichts, weil sie gehört haben, dass man zur Geburt dann alles wieder vergisst. Und das stimmt zum Teil auch, zumindest in dem Fall, wenn man die gelernten Inhalte nur einmal im Kurs hört und sich dann nie wieder damit beschäftigt. Bei der Geburt befindest du dich im Ausnahmezustand. Und du kannst dir sicher vorstellen, dass du in dieser Situation eine sehr begrenzte Wahrnehmung hast und  nur an die Dinge denkst & dich erinnern kannst, die du zuvor wirklich verinnerlicht hast. Genau deshalb ist das Üben über einen längeren Zeitraum so wichtig. Also sieh es mehr als Prozess, als eine einmalige Sache. Der Weg ist das Ziel.

 

Fazit

Du kannst die äußeren Umstände nicht ändern. Aber du kannst deine Einstellung dazu ändern. Was du in jedem Fall beeinflussen kannst, ist, wie du mit der aktuellen Situation umgehst. Also vergib Corona, vergib allen Mitverursachern und Verantwortlichen und schau nach Vorne!

DU gebärst dein Kind, so oder so. Nicht dein*e Partner*in oder Geburtsbegleiter*in. Und du bist nie allein, sondern immer im Dreamteam mit deinem Baby. Zusammen schafft ihr das. Zusammen könnt ihr alles schaffen.