In dieser Folge widmen wir uns dem Thema Angst. Es wird darum gehen, was du ganz konkret tun kannst, um Ängste abzubauen, sodass du deine Schwangerschaft mit Zuversicht genießen und vertrauensvoll in die Geburt deines Kindes gehen kannst. Du erfährst warum Angst kein guter Begleiter ist bei der Geburt und wie du Angst und Stress unter der Geburt vermeiden kannst. Außerdem bekommst du 5 ganz konkrete Tipps an die Hand, die du sofort in deiner Schwangerschaft umsetzen und für deine Geburt anwenden kannst.

 

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Transkript zur Podcastfolge

Angst spielt eine entscheidende Rolle im Geburtsverlauf. 

Sie kann dir nicht nur die Vorfreude auf eines der wichtigsten Ereignisse in deinem Leben nehmen sondern sich auch tatsächlich negativ auf deine Geburt auswirken. Dr. Grantley Dick􏰂-Read hat bereits in den 30er Jahren herausgefunden, dass Angst eine Anspannung der Gebärmutter hervorruft und so für den Schmerz verantwortlich ist. In seinem 1942 erschienenen Buch Mutter werden ohne Angst􏰇􏰄 spricht er zum ersten Mal von dem sogenannten Angst-Spannungs-Schmerz-Syndrom: Angst erzeugt Spannung, diese Spannung erzeugt Schmerz, und diese führt wiederum zu noch mehr Angst. Es wird ein Teufelskreis in Gang gesetzt, den wir bei der Geburt unbedingt vermeiden wollen. 

 

Durch Angst werden in deinem Körper Stresshormone ausgeschüttet. Dein sauerstoffreiches Blut wird von der Gebärmutter in die anderen Organe deines Körpers gelenkt, was wiederum deinem Baby fehlt. Die Folge davon ist, dass die Geburt möglicherweise ins Stocken gerät und sich unnötig in die Länge zieht. Eine angstfreie Geburt ist also nicht nur angenehmer sondern in vielen Fällen auch noch viel kürzer. 

Was kannst du also gezielt tun, um unter der Geburt keine Angst zu haben und auch keine Stresshormone auszuschütten?


Wir wollen in unserem Körper genau das Gegenteil von Angst und Stress erzeugen, nämlich Vertrauen und Entspannung. Um das zu erreichen kannst du bereits jetzt in der Schwangerschaft sehr viel tun. Auf den kommenden Seiten erfährst du fünf Möglichkeiten, die du jetzt sofort für deine angstfreie Geburt tun kannst. 

 

  1. Glaubenssätze umkehren

Schon von Kind an bekommen wir immer wieder zu hören, dass Geburt nicht unbedingt etwas Schönes ist. Wir sehen angsteinflößende Geburten in Hollywood􏰂 Filmen und hören Schreckensgeschichten von Freunden und Verwandten. 

Eins der mächtigen geistigen Gesetze ist das Gesetz der Wiederholung. Es besagt, je öfter wir etwas hören oder sehen, desto stärker prägt sich ein Bild davon in unser Unterbewusstsein ein und beeinflusst unser Denken und Handeln. Darum ist auch unsere Sprache so wichtig. Das Wort 􏰦Wehe􏰦 suggeriert, dass es wehtun muss􏰃􏰇􏰇, deshalb ersetze es einfach durch 􏰦Welle􏰦. 

 

So lange unser Glaube an den Schmerz bei der Geburt so stark ist, wird dieser alleine deshalb schon unausweichlich. Wir müssen diesen negativen Glaubenssatz also löschen und ihn in etwas Positives umwandeln.  Das können wir tun, indem wir unsere Sprache und uns beispielsweise nur noch mit schönen Geburtsszenen und Geburtsgeschichten umgeben. 

 

Auf youtube findest du viele Videos von HypnoBirthing􏰂Geburten, die du dir jederzeit kostenlos anschauen kannst. Wenn du sicher gehen willst, dass du auch wirklich nur positive Geburten zu sehen bekommst, schau gerne auf meinem Youtube􏰂Kanal vorbei. Ich habe dort eine Playlist mit schönen Geburtsvideos angelegt. Oft kann man es erst glauben, wenn man es mit eigenen Augen gesehen hat. Aber es gibt sie wirklich, die schönen und sanften Geburten. Sie werden nur 􏰨noch􏰩 nicht soviel und laut erzählt wie die anderen. 

 

Eine weitere, tolle Möglichkeit ist, dir regelmäßig positive Geburtsberichte durchzulesen oder anzuhören. In den einschlägigen Podcasts und Blogs oder auch auf Instagram 􏰨z.B. #positivebirth #hypnobirthing􏰩 findest du unzählige wunderschöne Geburtsberichte. Je mehr dieser positiven Bilder du hörst und siehst umso irrelevanter werden die alten negativen Geschichten von früher. Du 􏰪überspielst􏰫 also das Negative bis es so weit in den Hintergrund gerückt ist, dass es von all den positiven Berichten und Bildern überschattet wird. 

 

  1. In Verbindung gehen

 

Wo Vertrauen ist, kann keine Angst sein. Übe dich in Achtsamkeit und stärke so die Verbindung zu dir, deinem Körper und deinem Baby. Zwei wunderbare Möglichkeiten möchte ich dir hier vorstellen. 

 

Der Body Scan ist eine einfache Mediation, bei dem du deinen ganzen Körper Schritt für Schritt gedanklich durchgehst, ihn also 􏰪scannst􏰫 und ganz bewusst hineinspürst. Du kannst das entweder für dich im Stillen praktizieren oder dir eine geführte Body Scan Meditation anhören. Am besten du fängst ganz oben bei deinem Kopf an und gehst dann langsam, Körperteil für Körperteil, nach unten bis zu deinen Zehenspitzen. 

 

Auch Yoga ist eine tolle Möglichkeit, dich mit deinem Körper zu verbinden. Durch die sanften Bewegungs􏰂abläufe trainierst du deine Muskeln und deine Koordination. Durch die Verbindung mit dem Atem gelingt der Blick nach Innen. Du spürst dich voll und ganz in deinem Körper, nimmst alle Empfindungen wahr und stärkst dadurch dein Selbstvertrauen. 

 

  1. Affirmationen

Nur wer seine Ziele kennt, kann diese auch erreichen. Dafür eigenen sich Affirmationen ganz wunderbar. Es gibt mehrere Wege, wie du zu deinen persönlichen Affirmationen kommst. Du kannst dir z.B. deine Wunschgeburt aufschreiben und anschließend visualisieren. Nimm gerne so viele Details wie möglich mit auf, damit dein Bild lebendig wird. Aus diesem Bild formulierst du dann deine Affirmationen, die du regelmäßig liest, laut aussprichst oder dir anhörst. 

 

Du kannst aber auch genau umgekehrt vorgehen. Höre einmal ganz bewusst hin, wenn Ängste in dir hochkommen. Welche Sätze hörst du dann􏰣. Schreib alles auf, was dir derzeit Sorgen in Bezug auf deine bevorstehende Geburt macht. Und dann kehre diese negativen Glaubenssätze um und formuliere positive Affirmationen für dich. Deine persönlichen Affirmationen kannst du auf Karten schreiben und in deiner Wohnung aufhängen, sodass du sie immer präsent hast. Je öfter du daran erinnert wirst, desto besser. 

 

  1. Entspanne dich

Oft ist es leichter gesagt als getan, sich von jetzt auf gleich zu entspannen. Deshalb solltest du es regelmäßig trainieren, sodass du diesen Entspannungszustand auch während der Geburt jederzeit und problemlos aufnehmen kannst. 

Je öfter du trainierst, umso schneller, einfacher und tiefer wirst du in die Entspannung gehen können. Bei der Geburt sollst du dann auch genau das tun, um im Vertrauen anstatt der Angst zu sein. 

 

Verschiedenste Methoden eignen sich, um eine sofortige und nachhaltige Entspannung zu erzeugen. Hypnosen, Mediationen, Visualisierungen, Atmen 􏰋 was auch immer dir am besten dabei hilft, dich voll und ganz zu entspannen. Mach dir bewusst, dass du bei der Geburt nichts tun musst. Es geht darum, deinen Körper tun zu la􏰇􏰇en. Und ihm zu vertrauen und mit Hingabe einfach machen zu lassen. 

Ein kraftvolles Werkzeug zur Vertiefung und um die Entspannung noch besser und schneller abrufen zu können, ist der Anke􏰅􏰮 Dabei knüpfst du eine Empfindung wie eine Berührung, ein Geräusch oder einen Geruch an deine Entspannung. So kannst du den Entspannungszustand mithilfe des Ankers sehr schnell wieder auslösen. Schnuppere z.B. an einem Tuch mit Lavendelöl bei deiner regelmäßigen Entspannung und nimm es dann zur Geburt mit. Oder höre dir immer wieder die gleiche Entspannungsmusik an, auf die du irgendwann ganz automatisch mit Entspannung reagierst. 

 

  1. Oxytocin ausschütten

Wie oben bereits beschrieben, wollen wir bei der Geburt möglichst keine Stresshormone sondern Wohlfühlhormone in unserem Körper erzeugen. Endorphine sind körpereigene Botenstoffe, die entspannend und schmerzstillend wirken 􏰋 bis zu 400 Mal stärker als das Betäubungsmittel Morphium. Wie schön ist es, dass wir diese uns unterstützenden Hormone ganz einfach mit ausgiebigem Kuscheln und Schmusen herauslocken können. 

Endorphine helfen uns außerdem dabei, die Gebärmutter in ihrer natürlichen Geburtsarbeit zu unterstützen. Wir fallen dadurch in einen erinnerungslosen Zustand und verlieren sogar unser Zeitgefühl. Die Natur hat also für uns vorgesorgt. Das Kuschelhormon Oxytocin ist außerdem auf natürliche Weise wellenfördernd und sorgt so dafür, dass unser Baby schneller geboren wird. 

 

Eine sehr schöne Methode, um unsere körpereigenen Wohlfühlhormone auszuschütten, ist die Leichte-Berührungs-Massage. Bitte deinen Partner darum, sich hinter dich zu setzen, während du es dir auf einem Sitzkissen oder einer Matte am Boden gemütlich machst und den Kopf vorne an einer Bank oder einem Stuhl ablegst. Jetzt legt dein Partner die Aussenseite seiner Hände auf deinem Steißbein ab und führt die Finger ganz langsam und leicht an die Außenseite deines Rückens und nach oben; in herzförmigen Bewegungen bis zum Haaransatz.

 

Ziel ist es, dass du eine Gänsehaut bekommst, weil die Berührung so leicht und langsam und angenehm ist. Wenn der Partner oben an deinem Haaransatz angekommen ist, kann er (oder sie) sich auf die gleiche Art und Weise wieder nach unten bewegen. Je weniger Stoff deinen Körper bedeckt, desto intensiver wird dieses Gefühl sein und umso schneller wirst du in einen angenehmen Entspannungszustand fallen. Gib deinem Partner gerne Feedback, an welchen Stellen und mit welchem Druck es sich für dich am angenehmsten anfühlt.