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Aktuell kommt es auf der ganzen Welt zu noch nie dagewesenen Veränderungen und Einschränkungen. Aufgrund der Corona Pandemie sind viele Krankenhäuser überfüllt und Schutzmaßnahmen müssen getroffen werden, damit sich nicht noch mehr Menschen mit dem Virus infizieren. Vor allem das Klinikpersonal ist durch den regelmäßigen Kontakt mit so vielen Menschen besonders gefährdet.

Aus diesem Grund verschärfen immer mehr Einrichtungen ihre Sicherheitsmaßnahmen und es  sind nur noch unbedingt notwendige Personen im Krankenhaus und auch im Kreißsaal zugelassen. Das bedeutet, dass alle Eltern derzeit damit rechnen müssen, dass der Vater bzw. der/die Geburtsbegleiter*in nicht mit zur Geburt darf. Noch häufiger ist damit zu rechnen, dass auf der Wochenbettstation kein „Besuch“ erlaubt ist oder zumindest nur sehr eingeschränkt.

 

Konkrete Schritte: Das kannst du tun

Du hast dich vielleicht schon in deiner Wunschklinik angemeldet und bist darauf eingestellt, dass du dort gemeinsam mit deinem Partner dein Baby bekommen wirst. Eventuell sind derzeit auch die Partner noch zugelassen, jedoch kann sich das von einen Tag auf den anderen ändern. Du weißt nun nicht, was du machen sollst, weil du keine Gewissheit über die aktuelle Situation am Tag der Geburt hast. Wahrscheinlich bist du unsicher und traurig darüber, dass dein*e Partner*in vielleicht nicht bei der Geburt eures Kindes dabei sein kann.

Im Prinzip hast du jetzt zwei Möglichkeiten: entweder du lenkst deinen Fokus auf das Problem oder auf die Lösung. Ich schlage vor, dass du dich auf die Lösung konzentrierst. Und dafür habe ich folgende Tipps für dich mitgebracht.

 

1) Passe deinen Plan an​

Auch wenn du es noch nicht sicher weißt: Stell dich darauf ein, dass dein*e Partner*in nicht mit in den Kreißsaal darf. Macht euch gemeinsam einen Plan B, wie die Geburt bestmöglich in diesem, neuen Szenario aussehen kann. Überlegt euch z.B. ob eine ambulante Geburt für euch in Frage kommt (und ob eure Wochenbetthebamme dafür zur Verfügung steht). So könnt ihr die gemeinsame Kuschelzeit nur wenige Stunden nach der Geburt wieder alle zusammen vereint genießen.

Hinsichtlich der Geburt können dein*e Partner*in und du jedenfalls die Eröffnungsphase zusammen zuhause verbringen. Zusammen könnt ihr euch auf die Geburt einstimmen. Zusammen könnt ihr mit den Wellen wachsen und in sie eintauchen. Zusammen könnt ihr atmen, kuscheln, visualisieren, meditieren und was auch immer du sonst noch an Tiefenentspannungstechniken geübt hast und dir gerade guttut. Zusammen könnt ihr lachen. Zusammen könnt ihr Positionswechsel ausprobieren. Zusammen könnt ihr in die Klinik fahren. Und zusammen könnt ihr entscheiden, dass ab einem gewissen Zeitpunkt unter der Geburt nicht mehr sie oder er sondern eine Hebamme an deiner Seite ist und dich unterstützt. Mit ihrer Hilfe wirst du sicher an dein Ziel kommen.

 

2) Bleib gelassen und geh in Akzeptanz​

Es macht keinen Sinn, in Widerstand zu gehen mit Dingen, die du nicht ändern kannst. Sieh es lieber so: die Maßnahmen sind zu deiner Sicherheit und zur Sicherheit aller anderen. Sie dienen einem höheren Zweck, dem Wohl der Allgemeinheit. Nimm die neuen Gegebenheiten an und integriere sie in dein Leben. Widerstand erzeugt Stress und den kannst du ganz und gar nicht gebrauchen bei der Geburt.

Es ist auch in dieser Situation so, wie ich es immer schon predige: Lass los von allen  Erwartungen und Idealvorstellungen, geh in Akzeptanz und mit dem Fluss. Gib dich dem Prozess der Geburt hin, egal wie auch immer dieser in deinem speziellen Fall dann aussehen mag. Alles ist gut und richtig genauso, wie es ist.  Es darf so sein. Lass es zu und nimm es an.

 

3) Du schaffst das!​

Du kannst alles schaffen! Wenn‘s sein muss, kannst du auch ohne deine*n Partner*in in den Kreißsaal. Du bist stärker als du denkst! Du bist nicht allein. Dein Baby & du, ihr seid das perfekte Team, und ihr macht das zusammen, jederzeit!

Die Natur hat es so vorgesehen, dass wir während der Geburt von ganz allein in einen tranceartigen, amnestistischen Zustand gezogen werden. Wenn wir das zulassen, es einfach geschehen lassen, befinden wir uns ganz automatisch in unserer eigenen „Geburtsblase„, wo wir alles rund um uns vergessen. Und genau das ist auch die perfekte Unterstützung für die Geburt. Wir lassen keine äußeren Störungen zu und sind ganz bei uns. Der Verstand und das rationale Denken sind ausgeschaltet, unser Fokus verringert sich immer mehr auf unser Innerstes. Wir konzentrieren uns ganz auf unseren Körper und unser Baby.

In diesem Zustand ist unsere äußere Wahrnehmung so stark eingeschränkt, dass wir auch unseren Partner nicht mehr wirklich wahrnehmen. Und wenn wir wollen, können wir unseren Partner einfach mit in unseren „inneren Raum“ nehmen, wenn wir uns in dieser Phase befinden. Am besten, du übst das zuhause ein paar Mal. Richte dir eine Visualisierung zurecht, einen Lieblingsort, einen Kraftort, wo du – gerne gemeinsam mit deinem Partner – während der Geburt sein möchtest. Dort hin kannst du jederzeit reisen. Du brauchst nichts weiter als deine Vorstellungskraft.

Vielleicht mag das für dich ein wenig abstrakt oder esoterisch klingen. Tatsächlich ist es aber so, dass unser Gehirn den Unterschied zwischen Fantasie und Realität nicht kennt. Genau das kannst du dir zunutze machen und mithilfe dieser Visualisierung genau die Hormone ausschütten, die dich während deiner Geburt optimal unterstützen. Egal, ob dein*e Partner*in bei der Geburt nun tatsächlich anwesend ist oder eben nicht.

 

Fazit

Du kannst die äußeren Umstände nicht ändern. Aber du kannst deine Einstellung dazu ändern. Was du in jedem Fall beeinflussen kannst, ist, wie du mit der aktuellen Situation umgehst.

DU gebärst dein Kind, so oder so. Nicht dein*e Partner*in oder Geburtsbegleiter*in. Und du bist nie allein, sondern immer im Dreamteam mit deinem Baby. Zusammen schafft ihr das. Zusammen könnt ihr alles schaffen.

Wie geht es dir aktuell in dieser besonderen Zeit? Hast du dich bereits auf die neuen Gegebenheiten eingestellt? Schreib mir gerne in die Kommentare, was dich zur Zeit beschäftigt. Ich freue mich, wenn ich dich mental unterstützen kann. Sodass du weiterhin positiv und zuversichtlich in die Geburt gehst, komme was wolle.

Brauchst du noch Unterstützung, um zuversichtlich & angstrei in die Geburt deines Babys zu gehen? Dann lade dir sehr gerne mein kostenloses Mini E-Book zum Thema „5 Dinge, die du jetzt für deine angsrfreie Geburt tun kannst“ runter.

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