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In letzter Zeit hört man immer öfter von Affirmationen. Sei es in den Dunstkreisen der Persönlichen Weiterentwicklung oder auch speziell in Bezug auf die Geburt. Doch was sind Affirmationen überhaupt? Und warum sollen sie einen so entscheidenden Einfluss auf den Erfolg meines gewünschten Ereignisses haben?

Positive Zielbilder verstärken die Erfolgschancen

Olympiatrainer wissen schon lange, dass die Arbeit mit positiven Zielbildern unerlässlich ist für den Erfolg. Dabei prägt sich ein Bild so real in unserem Kopf ein, dass unser Gehirn nicht zwischen Vorstellung und Realität unterscheiden kann. Und die gleiche Energie die wir aussenden, kommt auch in Form von Erfahrungen zu uns zurück. Das mag jetzt vielleicht esoterisch klingen – aber du hast bestimmt auch schon mal bemerkt, dass das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, zu uns zurückkommt. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren Affirmationen.

Was sind Affirmationen?

Affirmationen sind Bejahungen bzw. Bestätigungen, in unserem speziellen Fall für die Geburt. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet Affirmation, dass eine Aussage, Situation oder Handlung positiv bewertet wird. Einige Beispiele könnten sein:

  • „Ich sehe mich, wie ich meine Babys leicht gebäre“
  • „Meine Muskeln arbeiten harmonisch zusammen um das Gebären zu erleichtern“
  • „Ich entspanne mich, während wir einfach den Geburtsprozess durchlaufen”

Dabei ist es wichtig, dass die Formulierung persönlich und positiv ist. Das Ziel muss deine eigene Veränderung sein, nicht die von jemandem oder irgendetwas anderem. Auch Verneinungen funktionieren nicht, denn dein Unterbewusstsein kennt keine Verneinungen und macht dann genau das Gegenteil von dem, was du eigentlich erreichen möchtest. Beispiel: Denke nicht an einen rosa Elefanten. Weißt du jetzt, was ich meine?

Die Affirmationen müssen auch präzise formuliert sein, also nicht zu vage, und außerdem realistisch. Wenn dein Ziel zu unglaubwürdig ist, dann kauft dir das dein Unterbewusstsein nicht ab und kann es einfach nicht annehmen. 

Zu guter Letzt solltest du die Affirmation in der Gegenwart formulieren, also so, als wäre das Ziel schon erreicht, im Hier & Jetzt.

Eigene Affirmationen formulieren

Du kannst natürlich Affirmationen in allen möglichen Varianten aus dem Internet runterladen. Aber du kannst auch gerne für dich selbst genau die Affirmationen erschaffen, die dich am besten in deinem Vorhaben unterstützen. Dabei schlage ich zwei Vorgehensweisen vor, wie du zu deinen persönlichen Affirmationen kommst.

Entweder visualisierst du dir deine Wunschgeburt und schreibst diese dann mit allen Details auf. Oder du gehst genau umgekehrt vor und schreibst alle deine Ängste nieder, die du in Bezug auf die Geburt hast. In diesem Fall würdest du die Ängste dann im nächsten Schritt umkehren und positive Zielbilder daraus ableiten. Wenn du mit deiner Wunschgeburt angefangen hast, kannst du daraus direkt deine Affirmationen ableiten

So baust du Affirmationen in deinen Alltag ein

Affirmationen können auf viele Arten praktiziert werden. Je nachdem, ob du eher ein visueller oder ein auditiver Typ bist, wird es für dich jeweils besser funktionieren, die Affirmationen zu sehen oder eben zu hören. Nachdem du deine persönlichen, individuellen Affirmationen formuliert hast, kannst du diese auf Kärtchen aufschreiben und bei dir zuhause aufhängen, sodass du sie jederzeit präsent hast. Vielleicht helfen dir dabei auch Bilder, die du zusätzlich verwendest. Du kannst die Karten auch auf deinem Computer gestalten und dann ausdrucken. Daraus kannst du z.B. eine Gierlande basteln oder du nimmst die Karten mit zu deiner Geburt.

Eine andere Möglichkeit ist es, dass du die Affirmationen mit der Sprachmemo-Funktion auf dein Handy einsprichst und aufnimmst. Du kannst dir die Tonbandaufnahme immer wieder anhören und hast sie somit direkt in deinem Ohr. Gerne kannst du die Aufnahme mit einer schönen Entspannungsmusik verknüpfen, dann hast du auch gleichzeitig einen Anker, den du immer wieder mit  entspannenden Gefühlen verbindest, wenn du deine Affirmationen hörst. Wenn du lieber eine andere Stimme, als deine eigene hörst, bitte doch einfach deine*n Partner*in oder eine andere liebe Person, deine Affirmationen für dich einzusprechen.

Wie auch immer du es genau umsetzt, wichtig ist vor allem, dass du deinen Affirmationen so oft wie möglich begegnest. Du weißt selbst am besten, in welcher Form das bei dir gut funktioniert. Denn wie bei allen Veränderungen im Leben, ist auch hier die kontinuierliche Wiederholung der Schlüssel zu Ziel.

Affirmation vs. Realität

Affirmationen haben Kraft und können sich tatsächlich als deine Realität erweisen. Aber es ist mir an dieser Stelle noch mal sehr wichtig zu betonen, dass du nicht erwarten solltest, dass deine Geburt dann genauso ablaufen muss. Die Geburt ist nunmal ein Naturwunder und ist weder vorhersehbar noch kontrollierbar. Mach dir selbst das Geschenk einer offenen und unbefangenen Einstellungen gegenüber deiner Geburt. Denn es wird nicht jedes Detail genauso ablaufen, wie du es dir vorgestellt hast, und daran solltest du auch nicht festhalten. Ausschlaggebend für ein befriedigendes Geburtserlebnis ist, dass du mit dem Fluss des Lebens gehen und deine Pläne im richtigen Moment auch wieder loslassen kannst. 

Was sind deine Erfahrungen mit Affirmationen? Hast du schon mal davon gehört oder sie vielleicht sogar selbst schon mal angewendet? Wie haben dir Affirmationen geholfen, deine Ziele besser zu erreichen? Teile mir sehr gerne deine Erfahrungen mit, um auch andere Mamas hier zu inspirieren. Ich freue mich von dir zu lesen!

Wenn du noch tiefer in das Thema einsteigen möchtest, abonniere gerne meinen Newsletter und erhalte mein 12-seitiges PDF zum Thema “5 Dinge, die du JETZT für deine angstfreie Geburt tun kannst“. Wenn du noch tiefer in das Thema einsteigen möchtest, dann komm doch gern in meinen HypnoBirthing-Onlinekurs “Stark in die Geburt – Mentale Geburtsvorbereitung mit HypnoBirthing“. Dort lernst du all das hier beschriebene und noch viel mehr. Ich würde mich riesig freuen, dich schon bald virtuell kennenzulernen.