3 Tipps, wie Achtsamkeit dich bei deiner Geburt unterstützen kann

In dieser Solofolge sprechen wir über das Thema Achtsamkeit. 

 

Du erfährst u.a.

💫 Warum Achtsamkeit dir helfen kann, deine Schwangerschaft und Geburt positiv zu erleben

💫 Wie du Achtsamkeit in deinen Alltag und in deine Geburtsvorbereitung integrieren kannst

💫 Mit welchen drei Grundhaltungen der Achtsamkeit du deiner Geburt begegnen kannst um unabhängig von äußeren Umständen eine positive Geburt zu erleben

Ich hoffe, du kannst mit dieser Folge ein paar wertvolle Einblicke in die Welt der Achtsamkeit gewinnen und wie du sie in deiner Schwangerschaft und bei deiner Geburt für dich nutzen kannst.

 Auch diese Woche gibt es auf meinem Instagram Account wieder Posts zu der aktuellen Folge. Schau dort auch gerne mal vorbei.

Hier kannst du dich für meine kostenlose HypnoBirthing Schnupperwoche, die von 30.08. bis 03.09. in meiner Facebook-Gruppe Mentale Geburtsvorbereitung stattfindet, anmelden. Hier geht’s zur Warteliste von “Stark in die Geburt 2.0”, mein neuer Online-Kurs, der am 13.09.2021 startet.

Den Podcast gibt es kostenlos in allen Podcast-Apps:

 Spotify

✔ Apple iTunes Podcast

  Google Podcasts

 Deezer

 Amazon Prime Music

 Youtube

 Soundcloud

Transkript der Podcastfolge

Halli Hallo & schön, dass du da bist beim Mama by nature Podcast zur Mentalen Geburtsvorbereitung. Empowerment für deine Schwangerschaft & Geburt

 

Mein Name ist Nives Haag, ich bin HypnoBirthing-Trainerin & Hypnose-Coach und Mama, und ich unterstütze dich dabei, mit Mentaler Geburtsvorbereitung eine positive & bestärkende Geburt zu erleben.

 

In der heutigen Folge widmen wir uns dem Thema Achtsamkeit in Zusammenhang mit der Geburt. Ich beziehe hier mein Wissen aus dem Buch von Nancy Bardacke “Der achtsame Weg durch Schwangerschaft & Geburt”. Dieses Buch hat mir bereits in meiner ersten Schwangerschaft sehr geholfen und mich inspiriert, einige der Elemente auch in meinen neuen Onlinekurs Stark in die Geburt 2.0 einfließen zu lassen. Wie auch du von der Achtsamkeitspraxis profitieren kannst und es auch unter der Geburt anwendest, erfährst du in der heutigen Solofolge.

 

Ich wünsch dir ganz viel Freude bei dieser Podcastfolge.

 

3 Tipps, wie Achtsamkeit dich bei deiner Geburt unterstützen kann

 

Die Achtsamkeitspraxis ist ein weiteres, wunderbares Instrument, wie wir der Geburt begegnen können. Achtsamkeit bedeutet, aufmerksam zu sein im gegenwärtigen Moment, im Hier & Jetzt. Vielleicht hast du schon mal meine Body-Scan- Meditation gemacht. Der Body-Scan ist eine wunderbare und wahrscheinlich die bekannteste Achtsamkeitsübung, die es gibt. Du lenkst deine Aufmerksamkeit ganz bewusst auf bestimmte Teile deines Körpers und spürst ganz achtsam in sie hinein. Die Folge davon ist eine wunderschöne Entspannung deines Körpers. 

 

Achtsamkeit ist oft das Gegenteil von Stress. Wenn wir in der U-Bahn fahren und viel los ist um uns herum, wir ins Handy schauen und gleichzeitig vielleicht auch noch Musik hören, ist das das Gegenteil von Achtsamkeit. Wir sind nirgendwo so richtig. Und für deinen Körper und Geist ist das Stress pur. Leider aber für viele von uns Alltag.

 

Uns rückzubesinnen auf den gegenwertigen Moment nimmt den Druck raus, die Hektik raus, und erlaubt uns, genau hinzufühlen. Paradoxerweise werden meist auch unangenehme Gefühle schnell wieder erträglicher, wenn wir uns genau darauf konzentrieren und genau hineinfühlen. Aus diesem Grund möchte ich dir hier die 8 Grundsätze der Achtsamkeitspraxis erläutern. Denn die zu verstehen, hilft uns auch, die Geburt besser zu verstehen.

 

 

Tipp Nr. 1 – Anfängergeist & „Ich weiß nicht“-Haltung

 

Über den Anfängergeist haben wir die Gelegenheit, Dinge mit einem frischen, neutralen Blick zu betrachten. Meist sehen wir die Dinge durch eine bestimmte Brille. Diese Brille ist gefärbt von all unseren Erfahrungen, die wir bereits gemacht haben und von unseren Ängsten und Erwartungen in der Zukunft. Wenn wir es schaffen, eine offene, vorurteilsfreie Perspektive einzunehmen, dann haben wir die Möglichkeit jeden einzelnen Moment genau so zu erleben, wie er tatsächlich ist, und zwar zum allerersten Mal. Wir begegnen diesem Augenblick mit Neugier ohne uns von  Dingen, die in der Vergangenheit oder Zukunft liegen, beeinflussen zu lassen. Wenn wir schon in der SS lernen und verstehen, dass kein Augenblick wie der nächste ist, keine Hypnoseerfahrung wie die andere, dann wird uns auch klarer, dass keine Geburt wie eine andere ist, keine Welle ist wie eine andere. Wir alle sind einzigartig, Geburt ist einzigartig, jeder Augenblick ist einzigartig.

 

So wie das Leben wird auch die Geburt unumgänglich Überraschungen für uns bereithalten. Wenn wir diesen Überraschungsmomenten mit einer Einstellung von „Weiß nicht“ begegnen, können wir unsere Wünsche & Vorstellungen miteinfließen lassen ohne aber krampfhaft an ihnen festzuhalten. Es setzt eine gewisse mentale Stärke voraus, die Ungewissheit zu akzeptieren. Die Kontrolle bewusst loslassen zu können.

 

Vor allem, wenn du schon ein oder mehrere Kinder geboren hast und vielleicht auch negative Erfahrungen gemacht hast, kann diese Einstellung sehr hilfreich sein. Denn „es ist unmöglich, ein und dieselbe Geburtserfahrung nochmal zu machen.“ 

 

Diese Art der Haltung können wir üben, indem wir, wenn wir uns dabei ertappen, in Erinnerungen zu schwelgen oder über die Zukunft zu grübeln, wieder in den Gegenwärtigen Moment zurückkommen, indem wir uns auf etwas fokussieren, was jetzt gerade, was hier gerade ist. Das kann dein Atemzug sein. Das kann ein Blatt auf einem Ast oder Baum sein, dass sich im Wind bewegt. Und in diesem einen Moment ist fast immer alles vollkommen in Ordnung. 

 

Vielleicht ist es jetzt noch schwer vorstellbar, aber wenn du einen schwierigen, beängstigenden Gedanken hast und ihn bewusst wahrnimmst, dann kannst du dich im selben Moment dafür entscheiden, ihn genauso auch wieder loszulassen. Denn du weißt nicht, was passieren wird. Darüber grübeln wird dir rein gar nichts bringen.

 

Tipp Nr. 2 – Geduld

 

Heutzutage sind die meisten von uns ziemlich ungeduldig. Schließlich sind wir es gewohnt, fast alles sofort bekommen zu können bzw. zumindest genau zu wissen, wann wir was bekommen oder wann etwas genau eintritt. In der Schwangerschaft und bei der Geburt ist genau das aber nicht möglich. Sie hat ihren eigenen Zeitplan und folgt einem eigenen Rhythmus, den wir nicht kontrollieren können. 

 

Geduld ist hier ein sehr hilfreiches Mittel, dass ebenso über die Achtsamkeitspraxis trainiert werden kann. Wenn wir lernen, dass die Situation, so, wie sie ist, ok ist, erlauben wir den Dingen, sich in ihrer eigenen Zeit zu entwickeln. Das ist besonders hilfreich, wenn es um den ET geht, aber auch während der Geburt. Denn diese kann 2h oder 2 Tage dauern. Wir wissen es nicht. Und so erkennen wir auch, wenn wir oder auch andere aufgrund von Ungeduld in den natürlichen Prozess eingreifen wollen. Kluge Entscheidungen können getroffen werden, wenn wir die Geduld mit der Intelligenz vereinen, um so eine angemessene Balance zwischen Sein und Tun zu schaffen (z.B. „die Kunst der meisterlichen Zurückhaltung“ einer Hebamme). Mithilfe unseres Atems können wir diese Geduld praktizieren und auch die unangenehmen Gefühle, die manchmal damit einhergehen, annehmen lernen.

 

Tipp Nr. 3 – Akzeptanz & Seinlassen

 

Akzeptanz bedeutet nicht, dass wie die Situation auch mögen müssen. Bei einer anerkennenden Haltung geht vielmehr darum, die Dinge klar zu sehen, also so, wie sie sind. Ohne, dass unser Geist vom Reagieren oder Urteilen getrübt wird. Damit geht ein gewisser, innerer Frieden einher. Wenn wir an einer Situation festhalten, wie die Dinge unserer Meinung nach sein sollten, befinden wir uns im Widerstand und wir können nicht mehr klar sehen und kreativ werden (um eine Lösung zu finden). 

 

Wenn wir etwas unbedingt haben müssen, klammern wir uns daran fest – das ist zwar menschlich, aber auch die Grundlage für Leiden. Unangenehmen Dingen gehen wir aus dem Weg, leugnen sie oder kämpfen gegen sie an. Jedoch können wir nicht alles kontrollieren und auch nicht verhindern, dass uns manches nicht gefällt. „Wogegen wir Widerstand leisten, das bleibt bestehen“ – das Leiden wächst, je größer unser Widerstand ist. 

 

Durch Achtsamkeit können wir lernen, uns auch Schwierigkeiten oder sogar Unerwünschtem zuzuwenden. Eine Möglichkeit finden, die Dinge so sein zu lassen, wie sie sind.  Das bedeutet nicht, dass wir keine Geburtspräferenzen haben sollen oder alles so hinnehmen, wie es uns vorgeschlagen wird. Es bedeutet, dass wir es schaffen, (1) das zu bekommen, was wir uns wünschen, (2) mit dem umgehen zu können, was wir uns nicht wünschen, (3) und die Situation so, wie sie sich entwickelt, annehmen zu können. Ich gebe zu, das ist nicht unbedingt einfach. Aber es ist möglich und wenn du das schaffst, ist es fast eine Garantie für Zufriedenheit.

3 Tipps, wie Achtsamkeit dich bei deiner Geburt unterstützen kann

 

Heute hast du meine 3 wichtigsten Tipps zum Thema Achtsamkeit in deiner Geburtsvorbereitung und bei der Geburt gehört. Ich hoffe du konntest ganz viel mitnehmen und kannst auch das eine oder andere von meinen Tipps in deinen Alltag integrieren. Ich hoffe, du siehst wie uns Achtsamkeit im Alltag aber auch bei der Geburt unterstützen kann. 

 

Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest, dann schau dir das Buch von Nancy Bardacke “Der achtsame Weg durch Schwangerschaft und Geburt” einmal an. Die ein oder ander Methode und Technik findest du auch in meinem neuen Onlinekurs “Stark in die Geburt 2.0.”, der ab 13.09.2021 startet. Wenn du daran Interesse hast, kannst du dich sehr gerne auf meine Warteliste eintragen und du wirst automatisch benachrichtigt, sobald du dich dafür anmelden kannst.

 

Das könnte dich auch interessieren

Pin It on Pinterest